Seltenheim kritisiert Wirtschaftskammer-Vorschlag als "verantwortungslos"
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim erteilt der WKO-Forderung nach Erhöhung des Pensionsalters auf 70 Jahre eine klare Absage.
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim hat die Forderung der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), das gesetzliche Pensionsantrittsalter auf 70 Jahre zu erhöhen, scharf kritisiert. "Arbeiten bis 70 wird es mit der SPÖ nicht geben!", betonte Seltenheim gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.
Die Forderung von WKO-Funktionär Menz bezeichnete Seltenheim als "verantwortungslos und zynisch". Als Begründung führte er die aktuelle Situation an: "Schon jetzt erreichen viele Menschen das Pensionsantrittsalter nicht gesund. Jeder dritte Pensionsantritt erfolgt aus dem Krankenstand."
Statt "Arbeiten bis zum Umfallen" zu fordern, solle die Wirtschaftskammer auf die Betriebe einwirken, damit diese dafür sorgen, "dass Beschäftigte länger gesund im Erwerbsleben bleiben können".
Seltenheim verwies auf bestehende und geplante Maßnahmen der SPÖ in der Regierung. Dazu zählen die Teilpension, die Beschäftigungsaktion 55Plus und ein gestern im Ministerrat beschlossenes Maßnahmenpaket zur gezielten Förderung des Arbeitens im Alter.
"Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben, haben sich eine gesunde Pension verdient – und keine Debatten darüber, wie man ihnen noch mehr abverlangen kann", so der SPÖ-Bundesgeschäftsführer.
Konkret sollen die Mittel für die Beschäftigung Älterer deutlich ausgeweitet werden. Ab 2027 stehen für Aus- und Weiterbildung sowie Beschäftigungsmaßnahmen zusätzlich 100 Millionen Euro zur Verfügung. "Das stärkt Arbeitnehmer*innen und ermöglicht es, dass sie länger gesund und qualifiziert im Beruf bleiben können", erklärte Seltenheim. Dies schaffe eine "Win-win-win-Situation für Arbeitnehmer*innen, Betriebe und das Pensionssystem".