AutoScout24-Umfrage zeigt gespaltenes Verhältnis zu Fahrzeugtechnik
Zwei Drittel der Österreicher möchten selbst bestimmen, ob Assistenzsysteme dauerhaft aktiv sind. Frauen nutzen die Technologie häufiger als Männer.
Eine aktuelle Umfrage von AutoScout24 zeigt ein gespaltenes Verhältnis der Österreicher zu Fahrerassistenzsystemen. Während ein Drittel der 500 befragten Autofahrer technische Neuerungen begrüßt und auf deren Zuverlässigkeit vertraut, empfinden ebenso viele verpflichtende Assistenzsysteme als Einschränkung ihrer individuellen Fahrweise.
Die Umfrage, die im April von Innofact durchgeführt wurde, zeigt deutliche Unterschiede bei der Nutzung: Frauen greifen häufiger auf Assistenzsysteme zurück als Männer. Auch Personen zwischen 30 und 50 Jahren nutzen die Technologie verstärkt. Skeptischer zeigen sich junge Autofahrer bis 29 Jahre sowie die Generation 50+.
28 Prozent der Befragten haben das Gefühl, durch die Systeme teilweise die Kontrolle über ihr Fahrzeug zu verlieren. Ein Viertel würde sich – wenn möglich – für ein Auto mit weniger verpflichtenden Assistenzsystemen entscheiden.
Trotz der Kritik sind Assistenzsysteme wie Einparkhilfe, Tempomat, Regensensor und Rückfahrkamera mehr als 90 Prozent der Befragten bekannt. Am beliebtesten ist der Regensensor, den zwei Drittel positiv bewerten. Der Tempomat findet besonders bei Frauen Anklang (73 Prozent), während ihn nur gut jeder zweite Mann (56 Prozent) nutzt.
Bei anderen Systemen wie Spurverlasswarner, Verkehrszeichenerkennung oder Totwinkelassistent, die über 80 Prozent kennen, bewertet nur rund ein Drittel diese als hilfreich. Noch geringer fällt die Zustimmung zum Autobahnassistenten (23 Prozent) und Stauassistenten (16 Prozent) aus.
Das zentrale Ergebnis der Umfrage: 64 Prozent der Österreicher möchten selbst bestimmen, ob Assistenzsysteme permanent aktiv sind oder nicht. Diese Forderung nach Wahlfreiheit zieht sich durch alle befragten Gruppen und spiegelt den Wunsch nach individueller Kontrolle über die Fahrzeugtechnik wider.