Gewerkschaftsbund kritisiert hohe Energiepreise und mahnt Einhaltung der Spritpreisbremse ein
Die Inflation bleibt mit 3,2 Prozent hoch. Der ÖGB fordert rasche Entlastungsmaßnahmen und kritisiert unvollständige Preisweitergabe.
Die Inflation in Österreich verharrt auf hohem Niveau. Laut den endgültigen Zahlen der Statistik Austria für März beträgt die Teuerungsrate 3,2 Prozent. Der Anstieg gegenüber dem Vormonat geht vor allem auf höhere Preise bei Treibstoffen und Heizöl zurück.
"Gerade bei anhaltend hoher Inflation braucht es einen wirksamen Schutzschild gegen die Teuerung", erklärt Angela Pfister, Leiterin des volkswirtschaftlichen Referats im ÖGB. Arbeitnehmer, Pensionisten und Studierende spürten die steigenden Energiepreise im Alltag unmittelbar. Die Spritpreisbremse sei ein wichtiger Schritt, weitere Entlastungen müssten jedoch rasch folgen.
Der Gewerkschaftsbund sieht auch die OMV in der Verantwortung. Der Konzern habe im vergangenen Geschäftsjahr Milliardengewinne erzielt, daher sei es nicht nachvollziehbar, wenn Preisreduktionen nicht vollständig weitergegeben würden. "Die Entlastung muss bei den Menschen ankommen und darf nicht auf dem Rücken der Pendler liegen", betont Pfister.
Der ÖGB fordert daher, die vorgesehenen Preisabsenkungen im vollen Umfang umzusetzen. Die aktuelle Teuerung zeige einmal mehr, dass rasches und konsequentes Handeln nötig sei, um die Haushalte wirksam zu entlasten.