Steuerliche Entlastung und reduzierte Sozialabgaben sollen Weiterarbeit im Alter attraktiver machen
Der Niederösterreichische Arbeitnehmerbund sieht in der beschlossenen Aktivpension einen wichtigen Schritt gegen den Fachkräftemangel.
Der Niederösterreichische Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund (NÖAAB) zeigt sich erfreut über die Einführung der neuen Aktivpension. Das Modell setzt zentrale Forderungen der Organisation um und soll Menschen motivieren, über das gesetzliche Pensionsantrittsalter hinaus freiwillig weiterzuarbeiten.
"Die Aktivpension ist ein klares Signal: Leistung muss sich lohnen – auch in der Pension. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es entscheidend, das Know-how älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer länger im Erwerbsleben zu halten und entsprechend zu würdigen", erklärt Christiane Teschl-Hofmeister, Landesobfrau des NÖAAB.
Kernstück der Reform ist ein steuerlicher Freibetrag von bis zu 15.000 Euro jährlich für Erwerbstätige im Ruhestand. Dadurch soll mehr vom Einkommen im Geldbörsel bleiben und die Weiterarbeit deutlich attraktiver werden.
Zusätzlich zur steuerlichen Entlastung sorgt die Reduktion der Sozialversicherungsbeiträge für weitere finanzielle Vorteile. Besonders der Entfall des Dienstnehmerbeitrags zur Pensionsversicherung stellt einen wesentlichen Anreiz dar, länger beruflich aktiv zu bleiben. Auch Betriebe profitieren von mehr Flexibilität und der Möglichkeit, auf erfahrene Arbeitskräfte zurückzugreifen.
Der NÖAAB hebt zudem den geplanten Ausbau der Mittel zur Beschäftigung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer positiv hervor. Investitionen in Qualifizierung sowie gezielte Beschäftigungsanreize seien entscheidend, um dem demografischen Wandel erfolgreich zu begegnen.
"Mit der Aktivpension wird ein modernes und gerechtes Modell geschaffen, das Leistung anerkennt und Arbeit im Alter attraktiv hält", so Teschl-Hofmeister abschließend.