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SPÖ fordert Kerosin-Sparmaßnahmen bei Privatjets

Wegen steigender Treibstoffpreise durch Nahost-Krieg

15. April 2026 um 09:51
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SPÖ-Politiker wollen bei Versorgungsengpässen zuerst Privatjet-Flüge einschränken, bevor normale Urlaubsreisen betroffen sind.

Angesichts steigender Kerosinpreise durch den Krieg im Nahen und Mittleren Osten fordert die SPÖ vorrangige Einschränkungen bei Privatjet-Flügen. Die EU-Kommission hat angekündigt, die Kerosin-Versorgungslage genau zu beobachten und bei Bedarf Maßnahmen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit zu setzen.

Privatjets als erste Zielgruppe

"Im Fall der Fälle muss die EU-Kommission zuerst bei den Privatjet-Flügen den Rotstift ansetzen", erklären SPÖ-Umweltsprecherin und Klubvize Julia Herr sowie SPÖ-Verkehrssprecher Wolfgang Moitzi. Privatjets verbrauchen pro Person und Flugkilometer im Vergleich zu Linienflügen ein Vielfaches an Kerosin.

"Superreiche dürfen nicht auf Kosten der Gesellschaft die Umwelt verschmutzen. Wenn schon von Verzicht geredet wird, dann müssen zuerst einmal die Superreichen auf ihre Privatjet-Flüge verzichten", betont Herr.

Massive Umweltbelastung

Die Umweltauswirkungen von Privatjets sind erheblich: Laut dem Internationalen Rat für sauberen Verkehr (ICCT) stößt ein Privatjet rund 810 Tonnen schädliche Treibhausgase pro Jahr aus – so viel wie etwa 177 Autos zusammen. Allein 2023 hätten Privatjets weltweit so viel Treibhausgase ausgestoßen wie alle Flüge vom Londoner Flughafen Heathrow, dem größten Flughafen Europas.

Österreichische Kurzstreckenflüge im Fokus

"Die meisten Privatjet-Flüge innerhalb Österreichs gehen von Wien nach Salzburg. Wenn wo gespart werden kann, dann ja wohl bei diesen unnötigen Flügen, die niemandem etwas bringen, aber allen schaden", kritisiert Moitzi.

Die Abgeordneten appellieren an die EU-Kommission, bei Versorgungsengpässen vorrangig Privatjet-Flüge zu beschränken: "Familien, die sich einmal im Jahr eine Urlaubsreise in den Süden leisten, sollen nicht die Leidtragenden sein."

Schlagworte

#SPÖ#Privatjets#Kerosin#EU-Kommission#Umwelt

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