SPÖ-Frauen diskutierten mit Botschafterin Bakhtari über Frauenrechte
Die SPÖ-Frauen luden zu einem besonderen Filmabend ein, um auf die dramatische Lage der Frauen in Afghanistan aufmerksam zu machen.
Die Lage der Mädchen und Frauen in Afghanistan ist seit der Machtübernahme der Taliban im August 2021 dramatisch. Um auf diese prekäre Situation aufmerksam zu machen, luden die SPÖ-Frauen am Montag zu einem Filmabend ins Wiener Filmcasino ein. Regisseurin Natalie Halla war zu Gast, ebenso die afghanische Botschafterin in Wien, Manizha Bakhtari.
Manizha Bakhtari vertritt ein Land, dessen alte Regierung geflohen ist und dessen Taliban-Regierung international nicht anerkannt wird. Trotz finanzieller und logistischer Isolation setzt sie ihre Arbeit als Botschafterin fort und kämpft für die Rechte afghanischer Mädchen und Frauen.
Mit ihrem "Daughters-Program" ermöglicht sie afghanischen Schulmädchen eine Ausbildung im Geheimen. Für ihren Einsatz für Frauen- und Menschenrechte wurde Manizha Bakhtari im vergangenen Jahr mit dem Österreichischen Frauenpreis geehrt.
Die Taliban haben seit ihrer Machtübernahme Vorschriften und Verbote erlassen, die Mädchen und Frauen viele Rechte nehmen. Das zeigt sich beim Verwehren des Zugangs zu Bildung, bei Berufsverboten und bei alltäglicher Gewalt. Auch existenzielle Gesundheitsleistungen für Frauen sind nach Aussage der Veranstalterinnen kaum noch vorhanden.
Regisseurin Natalie Halla gestaltete über mehrere Jahre eine filmische Dokumentation, in der sie Bakhtari bei ihrer Arbeit begleitete. Laut OTS wurde der Film mittlerweile in vielen Ländern gezeigt. Halla sagte, ihre Motivation sei es gewesen, auf die Situation der Menschenrechte in Afghanistan aufmerksam zu machen und Diskussionen anzuregen.
SPÖ-Frauenvorsitzende und Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung Eva-Maria Holzleitner betonte die Verantwortung für Frauen- und Menschenrechte. "Den Mädchen und Frauen in Afghanistan geht es von Tag zu Tag schlechter", so Holzleitner.
Holzleitner dankte Botschafterin Manizha Bakhtari für ihre Arbeit unter schwierigsten Bedingungen sowie für ihren Einsatz und ihren Mut. Das Gespräch wurde moderiert von SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Ruth Manninger.