Innenminister Karner verlängert Amtszeit des Leiters des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl
Gernot Maier bleibt weitere fünf Jahre Direktor des BFA. Unter seiner Führung erreichte Österreich Rekordwerte bei Abschiebungen.
Innenminister Gerhard Karner hat Gernot Maier als Direktor des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl (BFA) wiederbestellt. Die Wiederbestellung würdigt Maiers Leistungen in einer Zeit, die von der Corona-Pandemie, dem Ukraine-Krieg und steigenden Asylantragszahlen geprägt war.
Bei der Bekanntgabe der Personalentscheidung lobte Karner die Arbeit Maiers: "Gernot Maier hat das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl in den letzten Jahren umsichtig und vorausschauend geführt." Besonders hob der Innenminister hervor, dass es Österreich als erstem europäischen Land gelungen sei, Abschiebungen direkt nach Afghanistan und auch nach Syrien umzusetzen.
"Der eingeschlagene Weg für eine harte und gerechte Asylpolitik wird unter seiner Führung der Asylbehörde fortgesetzt werden", betonte Karner.
Maiers erste Amtszeit war von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den Parteienverkehr und die Außerlandesbringungen geprägt.
Mit dem Beginn des Ukraine-Krieges im Jahr 2022 erstellte das BFA im ersten Jahr rund 90.000 Ausweise für Vertriebene und prüft seither jährlich deren Verlängerung.
Das Jahr 2022 brachte stark steigende Asylantragszahlen, was eine erhebliche Belastung für das BFA darstellte.
Nach dem Sturz des Assad-Regimes im Jahr 2024 leitete das BFA rund 10.000 Aberkennungsverfahren bei syrischen Staatsangehörigen ein.
Im Bereich der Außerlandesbringungen konnte das BFA unter Maiers Führung bereits das dritte Jahr in Folge einen neuen Rekordwert erzielen. Dazu trugen laut OTS unter anderem tiefgreifende strukturelle Reformen und eine organisatorische Neuausrichtung der BFA-Direktion bei.
Seit dem Beschluss des Asyl- und Migrationspakts auf europäischer Ebene im Jahr 2024 bereitet sich das BFA auf allen Ebenen auf die Umsetzung der neuen Regelungen ab 12. Juni 2026 vor.
Maier betonte: "Die Herausforderungen der vergangenen Jahre – insbesondere die hohen Antragszahlen 2022 und die geänderte Situation in der Ukraine und in Syrien – haben eine kontinuierliche Anpassung unseres Amtes erforderlich gemacht und konnten nur durch die hohe Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewältigt werden."
Gernot Maier wurde 1969 geboren und studierte Rechtswissenschaften. Seinen Dienst begann er 1991 bei der Exekutive und übernahm von 2007 bis 2008 die Leitung einer Erstaufnahmestelle im damaligen Bundesasylamt. 2009 wechselte er ins Innenministerium, wo er unter anderem als Leiter der Abteilung Grundversorgung und Bundesbetreuung sowie als Referent für Migrationsangelegenheiten in den Kabinetten der Innenminister Wolfgang Sobotka und Karl Nehammer tätig war. Zudem leitete er das Büro von Staatssekretärin Karoline Edtstadler.
Darüber hinaus ist er seit 2004 im Fachbereich Öffentliches Recht an einer österreichischen Universität tätig und publiziert seit 2009 als Mitherausgeber und Redaktionsleiter die Fremden- und Asylrechtlichen Blätter (FABL). Ab September 2020 war er stellvertretender Direktor des BFA. Mit 1. April 2021 wurde Gernot Maier von Innenminister Karl Nehammer zum BFA-Direktor bestellt.