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ORF zeigt Wiens dunkle Nachkriegsgeschichte in True Stories

Ferdinand Seebacher führt durch spektakuläre Unterwelt-Dokumentationen

14. April 2026 um 10:21
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Am 16. April beleuchtet ORF 1 die Wiener Unterwelt der Nachkriegszeit mit zwei Dokumentationen über Ganoven, Spionage und dunkle Geschäfte.

Am Donnerstag, dem 16. April 2026, widmet sich ORF 1 ab 20.15 Uhr in zwei aufeinanderfolgenden "True Stories"-Dokumentationen der Nachkriegszeit in Wien. Ferdinand Seebacher führt als Host durch beide Produktionen und geht dabei auch der Frage nach der Rolle der Polizei nach sowie dem, was vom Wiener "Strizzi" bis heute übrigbleibt.

Die Wilde Wanda und der Kampf um die Vorherrschaft

Die erste Dokumentation "Wiens Unterwelt – Strizzis, Sex und schnelles Geld" (20.15 Uhr) schildert eine Phase, in der nach der Unterzeichnung des Staatsvertrags 1955 wirtschaftlicher Aufschwung einsetzte und sich dies auch in manchem Rotlichtlokal und geheimen Hinterzimmer bemerkbar machte.

Im Fokus stehen unter anderem Josef Angerler, genannt "der Gschwinde", Josef "Notwehr"-Krista und Wanda Kuchwalek, genannt die "Wilde Wanda". Fest steht, dass die Rivalität zwischen Angerler und Krista in einem blutigen Showdown endete: Was am Abend des 9. Mai 1968 im Wiener Café Kolonitz genau passierte, wird man wohl nie erfahren; die tödlichen Schüsse beendeten die Dominanz der beiden rivalisierenden Unterweltbosse.

Die Dokumentation thematisiert auch Einnahmequellen der Szene jener Zeit: Das Stoßspiel wird als eine Haupteinnahmequelle genannt, bei dem in einer Nacht viel Geld gewonnen oder verloren werden konnte, und in dunklen Hinterzimmern oft Geschäftsleute ausgespielt wurden. Ebenso wird Prostitution als in den 1960er Jahren bedeutende Einnahmequelle erwähnt. Zur "Wilden Wanda" zitiert die Doku Historikerin Brigitte Timmermann, die unter anderem von einer Stahlrute als Markenzeichen und von Einsätzen mit Rasierklingen berichtet.

Benno Blum: Schmuggel und Spionage im besetzten Wien

Die zweite Dokumentation "Die Benno-Blum-Bande: Schmuggel und Spionage im besetzten Wien" (21.05 Uhr) blickt in die unmittelbare Nachkriegszeit, als Wien ein Zentrum internationaler Spionage wurde. Als jüdischer Rumäne kam Benno Blum 1947 nach Wien und stieg rasch in der Zigarettenschmuggel-Szene auf; die OTS beschreibt, dass er das Monopol des Zigarettenschmuggels – mithilfe der sowjetischen Besatzungsmacht – für sich zu nutzen wusste.

Die Folge berichtet, dass Zeitungsartikel Blum als Inbegriff der Skrupellosigkeit zeichneten, stellt aber zugleich dar, dass Forschungen in Geheimdienstarchiven überraschende Befunde zutage förderten. In diesem Zusammenhang wird in der Doku die Frage aufgeworfen, inwieweit Blum auch als eine von Geheimdiensten verwendete Figur gesehen werden kann.

Die Dokumentation begleitet zudem die beiden in Israel lebenden Kinder Blums, die nach Wien reisten und Erinnerungen sowie Material wie frühe Fotos und ein Interview mit Blums mittlerweile verstorbener Frau in die Recherche einbrachten.

Produktion und Verfügbarkeit

Beide Dokumentationen wurden von HolyScreen Media für den ORF produziert. "Wiens Unterwelt – Strizzis, Sex und schnelles Geld" ist eine Doku von Sandra Rak und Simon Schennach; "Die Benno-Blum-Bande: Schmuggel und Spionage im besetzten Wien" wurde von Monika Lucia Müller realisiert.

Die Ausstrahlungen sind am 16. April ab 20.15 Uhr linear auf ORF 1 zu sehen; die Beiträge sind zudem auf der Streaming-Plattform ORF ON verfügbar.

Ferdinand Seebacher

Ferdinand Seebacher führt als ORF-Host durch die "True Stories"-Ausgabe "Wiens Unterwelt – Strizzis, Sex und schnelles Geld". Laut OTS ermittelt Seebacher außerdem seit Montag, dem 13. April, wöchentlich um 20.15 Uhr als Inspektor Felix Burger in der Krimi-Serie "Kommissar Rex" (vorab auf ORF ON).

Schlagworte

#ORF#True Stories#Wien#Nachkriegszeit#Dokumentation

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