Österreichische OSZE-Wahlbeobachterin erlebt euphorische Stimmung in Budapest
SPÖ-Europasprecherin Pia Maria Wieninger beobachtete als OSZE-Vertreterin die ungarischen Wahlen und sieht Chance auf politischen Neuanfang.
Die ungarischen Wahlen könnten einen politischen Wendepunkt markieren - zu diesem Schluss kommt SPÖ-Europasprecherin Pia Maria Wieninger nach ihrer Wahlbeobachtungsmission für die OSZE in Budapest. Als Wahlbeobachterin der OSZE verfolgte die österreichische Nationalratsabgeordnete am Sonntag die Wahlen vor Ort und erlebte eine "unglaublich euphorische Stimmung" in der ungarischen Hauptstadt.
"Das Wahlergebnis in Ungarn und die Abwahl von Viktor Orban markieren einen möglichen politischen Neuanfang nach Jahren der Zuspitzung, Konfrontation, Korruption und antieuropäischen Politik", erklärte Wieninger in einer ersten Einschätzung. Die SPÖ-Politikerin sieht in dem Ergebnis eine Chance für Ungarn, wieder zu einer konstruktiven Rolle innerhalb der Europäischen Union zurückzufinden.
Besonders die junge Generation zeigte sich laut Wieningers Beobachtungen begeistert über den Wahlausgang. "Besonders die Jungen zeigten sich lautstark begeistert über das Wahlergebnis und fordern eine Rückkehr Ungarns zu den Grundprinzipien der Europäischen Union", berichtete die österreichische Abgeordnete von ihren Eindrücken vor Ort.
Wieninger hatte ihre Teilnahme an der OSZE-Wahlbeobachtungsmission als "demokratiepolitische Verpflichtung" bezeichnet, die sie "gerne erfüllt" habe. Gerade bei einer so richtungsweisenden Entscheidung für die Zukunft Ungarns sei internationale Beobachtung von besonderer Bedeutung gewesen.
Im Zuge des Aufenthalts konnte die österreichische Nationalratsabgeordnete auch die euphorische Stimmung am Wahlabend miterleben. Der Bericht der OSZE zum Verlauf der Wahl wird heute Nachtmittag öffentlich präsentiert.