Salzburger Bundestag setzt auf Bewegungsförderung und Inklusion
Der 35. ASKÖ-Bundestag in Salzburg bestätigte Hermann Krist einstimmig als Präsident. Schwerpunkt liegt auf der täglichen Bewegungseinheit.
Der österreichische Sport hat Kontinuität gewählt: Hermann Krist wurde beim 35. Bundestag der ASKÖ Bundesorganisation in Salzburg einstimmig für weitere vier Jahre als Präsident bestätigt. Der ehemalige Nationalratsabgeordnete führt damit weiterhin einen der drei großen Sport-Dachverbände Österreichs mit rund 4.300 Mitgliedsvereinen.
Neben Krist wurde auch der gesamte leitende Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur in Österreich im Amt bestätigt. Die drei Vizepräsidenten Petra Huber (zuständig für Fitness und Gesundheitsförderung), Gerhard Widmann (Finanzen) und Thomas Zacharias (Sport und Internationales) erhielten ebenfalls einstimmige Zustimmung. Generalsekretär Michael Maurer wird dem Gremium weiterhin beratend angehören.
Die einhellige Bestätigung des Führungsteams sowie des Präsidiums mit den Landespräsidenten und Experten zeigt die Geschlossenheit innerhalb der ASKÖ-Organisation. Auch die Bundeskontrolle erhielt die volle Unterstützung der Delegierten.
Ein zentrales Thema des Bundestages war die "Tägliche Bewegungseinheit" (TBE), ein Hauptprojekt der österreichischen Sportpolitik. Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt bekräftigte unter großem Applaus der Delegierten ihr Vorhaben, dieses Programm weiter auszubauen. Schmidt führt derzeit aussichtsreiche Gespräche mit dem Gesundheits- und Bildungsministerium über eine mögliche Zusatzfinanzierung des Projekts.
Die tägliche Bewegungseinheit zielt darauf ab, Kindern und Jugendlichen mehr Bewegung im Schulalltag zu ermöglichen und damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung zu leisten. Das Projekt gilt als wegweisend für die Zukunft des österreichischen Sports und der Gesundheitsprävention.
Vertreter von Sport Austria, ASVÖ und Sportunion betonten in ihren Grußworten die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit im organisierten Verbandssport. Diese Botschaft unterstreicht die Bedeutung einer gemeinsamen Strategie der österreichischen Sportorganisationen, um den Herausforderungen der Zukunft erfolgreich begegnen zu können.
Die drei großen Dachverbände repräsentieren zusammen den Großteil des organisierten Sports in Österreich und spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung sportpolitischer Maßnahmen.
Präsident Krist kündigte eine klare strategische Ausrichtung für die kommenden Jahre an. Die ASKÖ wird sich verstärkt auf folgende Kernthemen konzentrieren:
Besonders lobte Krist die erfolgreichen Aktivitäten im Kinderschutzbereich und die verstärkten Kooperationen mit Fachverbänden. Diese Initiativen zeigen das gesellschaftliche Engagement der ASKÖ über den reinen Sport hinaus.
In seiner Rede betonte Krist die historischen Werte der ASKÖ: "Die ASKÖ war immer geprägt vom sozialen Engagement, vom Einsatz für Gleichberechtigung, ist immer eingetreten für Demokratisierung des Sports, die gute Verbindung zwischen Sport und Politik, für Gemeinschaft und Solidarität und für gesellschaftlichen Einfluss."
Der Präsident unterstrich, dass die Sportvereine die Basis aller Aktivitäten darstellen: "Basis all unseres Tuns sind die Sportvereine, in denen unsere Werte zu finden sind, darauf bin ich sehr stolz." Diese Aussage verdeutlicht die Bedeutung der Vereinsarbeit als Fundament des österreichischen Sports.
Der Bundestag wurde durch die Verleihung staatlicher Auszeichnungen gewürdigt. Vizepräsidentin Petra Huber und Peter Heger, Vizepräsident der ASKÖ Burgenland, erhielten diese besonderen Ehrungen für ihre Verdienste um den österreichischen Sport.
Darüber hinaus wurden ASKÖ-Ehrenmitgliedschaften an die ehemaligen Landespräsidenten Peter Korecky (ASKÖ WAT Wien) und Rupert Dworak (ASKÖ Niederösterreich) verliehen. Harald Millgrammer vom Laufclub Oberpinzgau erhielt den ASKÖ-Ehrenamtspreis "move".
Für kulturelle Höhepunkte sorgten verschiedene Auftritte: "Alarie" (Alissa Mörz), ehemalige Turn-Athletin und Schwester der Weltcup-Siegerin Charlize Mörz, begeisterte mit musikalischen Beiträgen. Der Verein Dance-Emotion Salzburg rundete das Programm mit beeindruckenden Vorführungen ab.
Diese Mischung aus sportpolitischen Inhalten und kulturellen Elementen machte den 35. ASKÖ-Bundestag zu einer gelungenen Veranstaltung, die sowohl die Geschlossenheit der Organisation als auch deren Zukunftsorientierung demonstrierte.
Mit der Wiederwahl des bewährten Führungsteams und der klaren strategischen Ausrichtung ist die ASKÖ gut aufgestellt, um ihre Rolle als einer der führenden Sportdachverbände Österreichs auch in den kommenden vier Jahren erfolgreich auszufüllen.