Einstimmiger Beschluss im Wirtschaftsausschuss soll rechtliche Hürden für Erdwärme beseitigen
Initiative der Grünen macht klimafreundliche Wärmegewinnung aus der Tiefe rechtlich möglich. Regierung muss nun konkreten Entwurf vorlegen.
Der Wirtschaftsausschuss des österreichischen Parlaments hat einstimmig einen von den Grünen initiierten Antrag beschlossen. Laut Lukas Hammer, Energiesprecher der Grünen, sollen damit Voraussetzungen geschaffen werden, damit Österreich vorhandene Erdwärme nutzen kann.
"Nach wie vor erschweren rechtliche Hürden in Österreich, klimafreundliche Wärme aus der Tiefe zu gewinnen. Das macht uns abhängig von teuren Öl- und Gasimporten", erklärt Lukas Hammer. "Die Menschen leiden unter steigenden Preisen und die heimischen Betriebe geraten unter Druck."
Hammer betont, dass es neben Ausbauzielen im Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) auch notwendiger rechtlicher Anpassungen bedarf, damit Österreich die vorhandene Erdwärme nutzen kann.
"Leider hat die Regierung unnötig viel Zeit verspielt und einen von uns bereits Ende 2025 eingebrachten Antrag abgelehnt", kritisiert Hammer. Durch die Beharrlichkeit der Grünen sei es jetzt möglich gewesen, den heutigen Beschluss im Wirtschaftsausschuss zu erreichen.
"Jetzt liegt der Ball bei der Regierung, die einen Entwurf vorlegen muss", macht Hammer deutlich. "Bei der Umsetzung braucht es mehr Tempo, damit die Wärmewende gelingt und die Heizkosten der Menschen dauerhaft sinken."