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Klima Biennale Wien 2026: Kunst als Antwort auf die Klimakrise

Zweite Ausgabe des einzigartigen Festivals startet mit dichtem Programm an 60 Standorten

8. April 2026 um 11:31
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Wien wird zur Bühne für Kunst und Klima: Die zweite Klima Biennale verwandelt die Stadt bis 10. Mai in ein Zukunftslabor mit Performances, Workshops und Diskussionen.

Wien rückt erneut in den Fokus der internationalen Kulturszene: Ab dem 9. April verwandelt die zweite Klima Biennale Wien die österreichische Hauptstadt in ein lebendiges Labor für Zukunftsfragen. Bis zum 10. Mai 2026 erobert das weltweit einzigartige Festival mit seinem vielfältigen Programm mehr als 60 Standorte in der ganzen Stadt – von der Festivalzentrale im KunstHausWien bis hin zu öffentlichen Plätzen und unabhängigen Kunsträumen.

Kunst trifft auf gesellschaftliche Herausforderungen

Die von der Stadt Wien initiierte und vom KunstHausWien veranstaltete Biennale versteht sich als Plattform für neue Perspektiven auf ökologische Herausforderungen und sozial gerechte Lebensweisen. "Wien ist eine der lebenswertesten Städte der Welt und das soll in Zukunft so bleiben – dazu müssen wir alle beitragen", betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. "Die Klima Biennale Wien schafft öffentliche Räume für die Auseinandersetzung mit der Klimakrise und macht sichtbar, was auf dem Spiel steht."

Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler sieht in dem Festival ein wichtiges Instrument für gesellschaftlichen Wandel: "Gerade in Zeiten globaler Umbrüche ist es entscheidend, den Fokus auf kreative wie konstruktive Lösungen und eine nachhaltige Zukunft zu richten. Die Klima Biennale Wien bringt Menschen zusammen – zum Nachdenken, zum Austausch und zum gemeinsamen Gestalten."

Auftakt mit Walgesängen am Karlsplatz

Den spektakulären Auftakt bilden die Opening Days vom 9. bis 14. April mit einem dichten Programm aus Performances, Workshops, Chorauftritten und Künstlergesprächen. Das Soft Opening am 9. April um 15 Uhr am Karlsplatz verspricht bereits ein außergewöhnliches Erlebnis: Mit Walgesängen und Posaunenklängen lädt das Festival die Bevölkerung ein, kunstvolle Installationen zu entdecken.

Besucher können sich auf eine Reise nach "Kaorle am Karlsplatz 2026" von Margot Pilz begeben, unter Palmen aus Hebebühnen von Pia Sirén flanieren oder die verhüllte Säule der Karlskirche von Zheng Mahler bestaunen. Diese Arbeiten sind Teil der Ausstellung "(No) Funny Games oder Wie wir lernten, fürsorglich zu sein und die Dystopie zu lieben", die bis 10. Mai an 18 Orten im Wiener Stadtraum präsentiert wird.

Saatgut als Symbol für Zukunft und Hoffnung

In der Festivalzentrale KunstHausWien steht ab dem 10. April die internationale Gruppenausstellung "Seeds" im Mittelpunkt. Diese erforscht die vielschichtigen Bedeutungen von Samen und Saatgut als Spiegel unseres Verhältnisses zur Erde. Kuratorin Sophie Haslinger führt am Eröffnungstag persönlich durch die Ausstellung, während der Workshop "Corn, Seeds and Stories" mit Lucia Pizzani am 11. April Besucher zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema einlädt.

"Vom KunstHausWien aus trägt die Biennale ihre Ideen in die ganze Stadt – wie die Samen in der Ausstellung Seeds", erklärt Gerlinde Riedl, Direktorin des KunstHausWien. "An mehr als 60 Orten in Wien entfaltet das Festival sein Programm und bereitet so den Boden für Veränderung und eine lebenswerte Zukunft."

Vielfältiges Partnerprogramm und internationale Gäste

Das Wochenendprogramm der Opening Days bietet eine beeindruckende Bandbreite: Am 10. April tritt der Pop-Up Chor des NEST – Neue Staatsoper in "Kaorle am Karlsplatz 2026" auf, während die künstlerische Arbeit "Maaaash!" von Folke Köbberling im Rosa-Mayreder-Park eröffnet wird. Tags darauf folgt der "Partners in Climate-Talk Otros Futuros" im SOHO Ottakring, bevor die Opening Weekend Party mit Anna Ullrich in der Roten Bar des Volkstheater Wien zum Tanzen einlädt.

Ein besonderer Höhepunkt ist die Lesung "Von Wien nach Rojava" am 12. April im Volkstheater Wien mit Muzayen Al-Youssef, Judith Goetz, Stefanie Sargnagel und Heidi Sequenz, zu Gast ist Düzen Tekkal.

Klimagipfel mit prominenten Experten

Das interdisziplinäre Symposium am 13. und 14. April widmet sich zentralen Zukunftsthemen wie Zukunftskreisläufen, klimasozialer Stadtentwicklung sowie Bildung und Partizipation. Zu den prominenten Teilnehmern zählen die Klimaaktivistin Luisa Neubauer, der Biodiversitätsforscher Franz Essl, der Philosoph Emanuele Coccia, die Ökonomin Sigrid Stagl und der Soziologe Nikolaj Schultz. Am 14. April diskutiert zusätzlich der UNICEF-Jugendbeirat über die Rolle junger Menschen im Klimaschutz – der Eintritt ist frei.

Programm für alle Altersgruppen

Festival-Leiterin Sithara Pathirana betont die gesellschaftliche Relevanz der Veranstaltung: "Wir leben in Zeiten, in denen klimapolitisches Versagen und die Eskalation globaler Krisen uns lähmen können – das Gefühl der Ohnmacht ist real. Doch Ohnmacht ist keine Wahrheit – sie ist eine Versuchung. Die Klima Biennale Wien lädt ein, ihr zu widerstehen: gemeinsam, im Dialog, im Tun."

Das Festival bietet zahlreiche partizipative Formate für verschiedene Zielgruppen: Die von Anne Faucheret koordinierte Reihe "Immediate Matters" startet am 14. April in zehn unabhängigen Kunsträumen. Kulinarische Erlebnisse verspricht "Meet & Eat" mit nachhaltigen Kochkursen von Bio Austria am 14. und 22. April. "FutureLeaks" lässt am 23., 24. und 25. April mit "The BIG Casino" in der WIEN MITTE The Mall Zukunftsfragen vom Glücksrad entscheiden.

Jugend im Fokus

Besonderes Augenmerk liegt auf der Einbindung junger Menschen: Am 29. April übernehmen über 80 Studierende der Wiener Kunstuniversitäten das Badeschiff Wien und eröffnen ihre Reihe "Solutions & Strategies". Stefan Gara, Klimasprecher der NEOS Wien, unterstreicht: "Die Klima Biennale Wien ist ein Ort, an dem Ideen wachsen und Zuversicht entsteht. Denn Klimaschutz ist auch eine Bildungsaufgabe: Wir stärken junge Menschen darin, mit Kreativität und Mut die klimaneutrale Stadt von morgen zu gestalten."

Innovative Formate und öffentlicher Raum

Das Festival setzt auf innovative Vermittlungsformate: Eine Silent Disco am Karlsplatz am 26. April, unterstützt vom Hauptsponsor Bank Austria, verspricht ein außergewöhnliches Erlebnis. Fahrradtouren, Workshops von Yoga bis Tarot sowie spezielle Programme für Kinder und Jugendliche runden das Angebot ab.

Projekte wie "Creatives for Vienna – Making Spaces" der Wirtschaftsagentur Wien laden dazu ein, den öffentlichen Raum neu zu denken und gemeinsam zu gestalten. Das Festival gliedert sich in thematische Schwerpunkte: Nach den Opening Days folgen "Immediate Matters" (14.-19. April), "Öffentlicher Raum" (21.-26. April), "Solutions & Strategies" (28. April - 3. Mai), "Bildung & Partizipation" (5.-7. Mai) und schließlich das Closing (8.-10. Mai).

Internationale Ausstrahlung

Die Klima Biennale Wien hat sich als weltweit einzigartiges Festival etabliert, das Kunst und Klimaschutz auf innovative Weise verbindet. Mit ihrer Mischung aus hochkarätigen internationalen Künstlern, lokalen Initiativen und partizipativen Formaten schafft sie Räume für Dialog und kollektives Vorstellungsvermögen.

Die Veranstaltung zeigt, wie Wien als kulturelle Metropole gesellschaftliche Herausforderungen angeht und dabei Kunst als Katalysator für Bewusstseinsbildung und Verhaltensänderung einsetzt. Das umfangreiche Programm macht deutlich, dass die Auseinandersetzung mit dem Klimawandel nicht nur eine technische oder politische, sondern auch eine zutiefst kulturelle und emotionale Aufgabe ist.

Alle Informationen zum detaillierten Programm der Klima Biennale Wien sind unter www.biennale.wien/kalender abrufbar. Das Festival verspricht, Wien erneut als Vorreiter für innovative Kulturformate zu positionieren und zeigt, wie Kunst zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft beitragen kann.

Schlagworte

#Klima Biennale Wien#Kunst#Klimaschutz#KunstHausWien#Nachhaltigkeit#Wien#Kultur#Festival

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