Bildungssprecher Fiedler fordert Ende der umstrittenen Wunschliste
Das Vergabesystem für Lehrveranstaltungen an der Pädagogischen Hochschule Baden steht in der Kritik. Die FPÖ sieht Qualität gefährdet.
FPÖ-Bildungssprecher LAbg. Helmut Fiedler übt Kritik am aktuellen Vergabesystem für Lehrveranstaltungen an der Pädagogischen Hochschule Baden und fordert mehr Transparenz in der Lehrerausbildung.
Seit zwei Jahren kommt an der Pädagogischen Hochschule Baden ein System zum Einsatz, das intern als "Wunschliste" bezeichnet wird. Dabei füllen Mitarbeiter Formulare aus, in denen sie sowohl Lehrveranstaltungen in ihrem eigenen Fachbereich als auch außerhalb ihrer Expertise "wünschen" können. Diese Wünsche sind für andere Kollegen nicht einsehbar, was laut Fiedler zu einem intransparenten Vergabeprozess führt.
"Wenn Lehrveranstaltungen nach Wunsch statt nach Expertise vergeben werden, leidet am Ende die Qualität der gesamten Lehrerausbildung", kritisiert Fiedler.
Fiedler fragt: "Wer entscheidet letztlich, wer welche Lehrveranstaltung tatsächlich bekommt? Und hat die zuständige Vizerektorin und die Lehrkoordination den Überblick über die tatsächliche Expertise der Mitarbeiter?"
Fiedler führt ein konkretes Beispiel an: "So kommt es beispielsweise vor, dass Lehrveranstaltungen mit 36 Teilnehmern in Räume angesetzt werden, die lediglich für 25 Personen ausgelegt sind."
Fiedler fordert: "Mehr Transparenz für mehr Qualität."