4.800 Haushalte wechselten 2024 von Öl auf Pellets und sparen dabei Millionen
In Niederösterreich heizen erstmals mehr Haushalte mit Pellets als mit Öl. Die Umsteiger sparen dabei jährlich 152 Millionen Euro Heizkosten.
Erstmals sind 2024 mehr Pellet- als Ölheizungen in Betrieb. Die Zahlen stammen vom Branchenverband proPellets Austria.
63.344 Haushalte heizen mittlerweile mit Pellets, während 54.354 Haushalte mit Öl heizen. 2024 sind 4.829 Haushalte auf eine Pelletheizung umgestiegen – das entspricht 6,3 neuen Heizungen pro 1.000 Haushalte und ist laut proPellets Austria ein österreichischer Spitzenwert.
In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Ölkessel in Niederösterreich von rund 100.000 halbiert.
Die 4.829 Haushalte, die 2024 von Öl auf Pellets umgestiegen sind, sparen auf Basis der aktuellen Preise 11,5 Millionen Euro pro Jahr. Bei allen Pellet-Haushalten zusammen ergibt sich eine jährliche Ersparnis von 152 Millionen Euro gegenüber dem Heizen mit Öl.
"Wer bei den aktuellen Preisen auf eine Pelletheizung umsteigt, spart 2.400 Euro oder ein 15. Monatsgehalt", sagt Doris Stiksl, Geschäftsführerin von proPellets Austria.
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf sagt: "Beim Ausbau der Erneuerbaren Energie und damit beim Abbau der Energieabhängigkeit ist in den letzten Jahren viel weitergegangen, in den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Öl-Heizungen in Niederösterreich halbiert."
Weitere zitierte Aussage von Pernkopf: "Wir heizen lieber mit heimischer Energie als mit teuren Importen aus Krisengebieten. Das stärkt unsere heimische Wirtschaft und macht uns unabhängiger von Russland und dem arabischen Raum."
Österreichweit wurden 2025 in Summe 18.032 Pelletheizungen neu installiert, wie im OTS-Text genannt wird.
Eine Studie im Auftrag der Wirtschaftskammer Steiermark kommt laut OTS zu dem Ergebnis, dass eine Pelletheizung über den gesamten Lebenszyklus 197 Tonnen CO2 im Vergleich zu einer Ölheizung spart. Hochgerechnet auf die 18.032 neu installierten Pelletheizungen ergibt sich laut OTS für die kommenden 20 Jahre eine CO2-Einsparung von 3,5 Millionen Tonnen.
Doris Stiksl betont im OTS-Text: "Zusätzlich verringert jede neue Pelletheizung die fossile Abhängigkeit vom Ausland. Die Energiekrise zeigt einmal mehr, wie dringend wir raus müssen aus Öl und Gas. Mit regionaler Biomasse sichern wir Arbeitsplätze und halten die Wertschöpfung im Land."
Im OTS-Text heißt es außerdem: "Deshalb ist es wichtig, dass es weiterhin verlässliche Förderungen für den Heizungstausch gibt."