BDO-Studie zeigt generationenspezifische Unterschiede bei Investitionsbereitschaft
Eine aktuelle Umfrage von BDO Austria zeigt: Österreicher sehen Immobilien weiterhin als attraktive Anlage, doch Generation Z ist investitionsfreudiger als Babyboomer.
Immobilien gelten in Österreich weiterhin als eine der bevorzugten Anlageformen, obwohl potenzielle Investoren durchaus kritische Aspekte wahrnehmen. Das zeigt das aktuelle BDO Immo Investment Barometer, für das 1.704 Personen ab 18 Jahren repräsentativ befragt wurden. Die Studie offenbart generationenspezifische Unterschiede in der Wahrnehmung von Immobilieninvestments.
Knapp die Hälfte der Befragten (46,5%) sieht in der Möglichkeit starker Wertsteigerungen den größten Vorteil von Immobilieninvestments. Als zweiter wichtiger Pluspunkt wird die Stabilität als Einkommensquelle genannt (40,5%).
Bernd Winter, Partner und Head of Real Estate bei BDO Austria, erklärt: "Immobilien bieten Anleger:innen eine greifbare und langfristig orientierte Möglichkeit, Vermögen aufzubauen – gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten ein wichtiger Faktor."
Als weitere Vorteile werden der Inflationsschutz (28,9%) und die geringere Schwankungsanfälligkeit im Vergleich zu Wertpapieren (27,7%) geschätzt. Ein Fünftel der Befragten nennt als Hauptmotiv den finanziell abgesicherten Ruhestand, 18,9% möchten damit ihre Familie absichern.
Trotz der positiven Wahrnehmung sehen viele Österreicher auch deutliche Nachteile bei Immobilieninvestments. Die größte Hürde stellt die Verantwortung bei Problemen mit Mieter:innen dar (46,7%), gefolgt von den hohen Anfangsinvestitionen (42,4%).
Der Aufwand für Verwaltung und Instandhaltung wird von 37,6% der Befragten als problematisch eingestuft. Auch die eingeschränkte Verfügbarkeit des gebundenen Kapitals bereitet 31,6% der potenziellen Investoren Sorgen. Hohe Nebenkosten wie Steuern und Abgaben werden von 31,3% als relevantes Hindernis wahrgenommen.
Die Generation Z zeigt die höchste Bereitschaft, in Immobilien zu investieren (47,7%), während bei den Babyboomern 32,7% investitionsbereit sind.
In der grundsätzlichen Wahrnehmung haben 51,5% der Generation Z vor allem die Vorteile im Blick, gegenüber 36% der Babyboomer. Winter weist darauf hin, dass in der älteren Generation womöglich bereits Immobilienbesitz vorhanden ist, was die Bereitschaft zu weiteren Investments beeinflussen kann.
In der Altersgruppe 30–45 Jahre wird der Immobilienerwerb mit 42,7% als sinnvoll erachtet.
Etwas mehr als die Hälfte der Befragten wäre bereit, in Gold und Edelmetalle zu investieren (54,2%). 40,3% würden ihr Kapital für selbst genutzten oder vermieteten Wohnraum ausgeben.
Die Umfrageergebnisse verdeutlichen, dass Immobilieninvestments trotz der genannten Herausforderungen eine Rolle in der Vermögensplanung spielen. Sie werden vielfach als ertragreich und vergleichsweise wenig risikobehaftet wahrgenommen.
"Die Präferenz zu als sicher geltenden Assetklassen, die wir tagtäglich am Markt beobachten, hat sich auch in unserer Umfrage bestätigt", fasst Winter zusammen. "Wer heute in Immobilien investiert, setzt auf Stabilität, langfristige Rendite und eine solide Absicherung im Alter."
Das BDO Immo Investment Barometer beruht auf einer repräsentativen Konsument:innenbefragung unter 1.704 Personen ab 18 Jahren. Die detaillierten Umfrageergebnisse finden Sie in den Unterlagen anbei.