Drei Bühnen, ein Experiment: Wie Erinnerung heute funktioniert
Eine einzigartige Performance über Erinnerungskultur kommt am 11. und 12. April in die Brunnenpassage Wien.
In der Wiener Brunnenpassage wird am 11. und 12. April die Performance "MEMORY, SPEAK!" gezeigt. Das Projekt lädt das Publikum zu einer interaktiven Reise durch verschiedene Formen des Erinnerns und macht die Besucher:innen zu Teil eines kollektiven Echtzeitexperiments.
Drei parallel stattfindende Bühnengeschehen ermöglichen es dem Publikum, mit Kopfhörern zwischen verschiedenen Erzählungen zu wechseln.
Auf der ersten Bühne findet ein Casting für eine Langzeitdokumentation von Anna Jermolaewa statt: Elf Kandidat:innen werden live interviewt – wer wird Teil einer filmischen Begleitung über zehn Jahre?
Sarah Lewis Capellari und Anton Kats begeben sich in "The Black Caribbean Radio" auf eine poetologische und musikalische Spurensuche nach den vergessenen Stimmen des Massakers von 1937 in der Dominikanischen Republik.
Das Künstler:innen-Duo Mukenge/Schellhammer zeigt mit "Kasala Kontinuum" ein Lobgedicht als Video-Performance und feiert die kongolesische Kunstszene in Kinshasa. Das Video re-inszeniert die traditionelle Erinnerungspraxis Kasala, die bei Familienfesten in der Demokratischen Republik Kongo praktiziert wird.
MEMORY, SPEAK! ist ein Projekt von Science Communications Research und Mobile Akademie Berlin in Zusammenarbeit mit dem Volkskundemuseum Wien und der Initiative Erinnern in Zukunft der Brunnenpassage. Gefördert wird das Projekt von der Stadt Wien Kultur.
Die Performance findet am Samstag, 11. April, von 15:30–18:30 Uhr und 19:30–22:30 Uhr sowie am Sonntag, 12. April, von 15:30–18:30 Uhr und 19:30–21:30 Uhr statt. Ort: Brunnenpassage, Brunnengasse 71 / Yppenplatz, 1160 Wien. Sprachen: Deutsch & Englisch (Simultanübersetzung). Eintritt: Pay as you can. Anmeldung: bit.ly/memoryspeak