Zurück
OTS-MeldungFPÖ/Hauser/EU/Energiemarkt/EU-weit/Energie

FPÖ warnt vor "Energie-Lockdowns" und fordert Ende der Russland-Sanktionen

EU-Abgeordneter Hauser sieht Parallelen zur Corona-Zeit

7. April 2026 um 09:41
Teilen:

Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser kritisiert geplante Energiesparmaßnahmen als "Lockdown 2.0" und fordert die Aufhebung der Russland-Sanktionen.

Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) schlägt Alarm wegen möglicher "Energie-Lockdowns" in der Europäischen Union. Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser warnt vor einer gefährlichen Entwicklung, die seiner Ansicht nach starke Parallelen zu den Corona-Beschränkungen aufweist.

Kritik an EU-Energiepolitik

Hauser äußerte sich besorgt über die aktuelle Debatte um einen möglichen "Energielockdown" und sieht darin eine bedenkliche Entwicklung der EU-Politik. "Das System arbeitet erneut mit Angst und Dauerkrise – nur lautet das Schlagwort diesmal 'Energie'!", erklärte der FPÖ-Politiker in einer aktuellen Stellungnahme.

Besondere Kritik übte Hauser an den Aussagen von EU-Energiekommissar Dan Jørgensen, der vor einer längeren Energiekrise gewarnt hatte. Der Kommissar hatte erklärt, niemand könne sagen, wie lange die aktuelle Krise dauern werde, und sie werde nicht kurz sein. Selbst bei einem baldigen Frieden würde Europa nicht schnell zur Normalität zurückkehren können.

Parallelen zur Corona-Zeit

Für Hauser sind diese Äußerungen ein Déjà-vu zur Corona-Pandemie. "Schon wieder wollen sie die Normalität abschaffen! War bei der Corona-Krise genauso", kritisierte der EU-Abgeordnete. Er sieht in der aktuellen Energiepolitik der EU dieselben Mechanismen am Werk, die bereits während der Pandemie angewendet wurden.

Besonders problematisch findet Hauser die Aufrufe des EU-Energiekommissars zur Senkung des Energieverbrauchs. Jørgensen hatte dazu aufgerufen, den Verbrauch von Öl, insbesondere Diesel und Kerosin, zu reduzieren. "Das ist die gleiche Logik wie bei Corona: Erst Angst, dann Gehorsam!", kommentierte Hauser diese Strategie.

Warnung vor "Lockdown 2.0"

Der FPÖ-Politiker sieht in den diskutierten Maßnahmen wie Homeoffice-Verpflichtungen, Tempolimits und Reiseverzicht de facto einen "Lockdown 2.0". Er kritisiert scharf, dass "Systemparteien und EU-Eliten" ihre eigene "ideologiegetriebene Energiepolitik" nicht korrigieren würden, sondern stattdessen den Bürgern den Verzicht als neue Normalität verkaufen wollten.

Diese Entwicklung bezeichnete Hauser als "absurd" und warf der EU-Führung vor, die falschen Prioritäten zu setzen. Anstatt praktische Lösungen für die Energieversorgung zu finden, würde man den Bürgern weitere Einschränkungen auferlegen.

Forderung nach Ende der Russland-Sanktionen

Als Lösung für die Energiekrise schlägt Hauser einen radikalen Kurswechsel vor: Die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland. "Die Sanktionen gegen Russland sind Teil des Problems – sie müssen endlich aufgehoben werden", forderte der EU-Abgeordnete.

Hauser argumentiert, dass diese Sanktionen die Energieversorgung Europas gefährden würden. Statt pragmatische Energie-Deals zu ermöglichen, würde Brüssel die Situation nur verschärfen. "Europa braucht Versorgungssicherheit und leistbare Preise und keine moralischen Selbstschädigungsprogramme!", betonte er.

Konkrete Forderungen an die EU

In seinem Appell an die EU-Kommission formulierte Hauser klare Forderungen für die zukünftige Energiepolitik:

  • Ein klares Nein zu jeder Form von "Energielockdown"-Szenarien
  • Sofortige Beendigung der Russland-Sanktionen
  • Ermöglichung pragmatischer Energie-Deals
  • Sicherstellung der Energieversorgung
  • Senkung der Energiepreise für die Verbraucher

Hintergrund der aktuellen Diskussion

Die Debatte um mögliche Energiesparmaßnahmen in der EU entstand vor dem Hintergrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen und ihrer Auswirkungen auf die europäische Energieversorgung. Die EU-Kommission diskutiert verschiedene Szenarien, um die Energiesicherheit zu gewährleisten und die Abhängigkeit von bestimmten Energieimporten zu reduzieren.

Während Befürworter solcher Maßnahmen auf die Notwendigkeit einer diversifizierten Energieversorgung hinweisen, sehen Kritiker wie Hauser darin eine unverhältnismäßige Einschränkung der Bürgerrechte und der wirtschaftlichen Freiheit.

Politische Einordnung

Hausers Äußerungen reihen sich in die grundsätzliche Kritik der FPÖ an der EU-Politik ein. Die Partei hat bereits während der Corona-Pandemie ähnliche Positionen vertreten und die Maßnahmen der Regierung scharf kritisiert. Nun überträgt sie diese Kritik auf die Energiepolitik.

Die Forderung nach einem Ende der Russland-Sanktionen steht im Kontrast zur Position der meisten anderen österreichischen Parteien und der Bundesregierung, die die europäischen Sanktionen mittragen. Hauser argumentiert jedoch, dass pragmatische Energiepolitik Vorrang vor anderen Überlegungen haben sollte.

Die Diskussion um die zukünftige Energiepolitik der EU wird voraussichtlich weiter intensiv geführt werden, da verschiedene Interessengruppen unterschiedliche Prioritäten setzen – von der Versorgungssicherheit über Preisstabilität bis hin zu geopolitischen Erwägungen.

Schlagworte

#FPÖ#Gerald Hauser#EU-Energiepolitik#Russland-Sanktionen#Energie-Lockdown

Weitere Meldungen

OTS
Wirtschaftsstandort

Österreichs Kapitalmarkt hinkt international hinterher

7. Apr. 2026
Lesen
OTS
FPÖ

FPÖ kritisiert ORF-Dokumentation über Parteigeschichte scharf

7. Apr. 2026
Lesen
OTS
FPÖ

FPÖ Neunkirchen: Helmut Fiedler verspricht radikalen Systemwechsel

7. Apr. 2026
Lesen
Alle Meldungen anzeigen