WAS konfrontiert evangelische Bischöfin wegen umstrittener Kündigung bei Diakonie
Das Wiener ArbeiterInnen Syndikat protestiert heute bei der Pauluskirche gegen eine angeblich rechtswidrige Kündigung im Beratungszentrum Ukraine.
Eine ungewöhnliche Demonstration hat heute den Karfreitagsgottesdienst der evangelischen Kirche in Wien begleitet. Das Wiener ArbeiterInnen Syndikat (WAS) versammelte sich ab 16:30 Uhr vor der Pauluskirche im dritten Wiener Gemeindebezirk, um die evangelische Bischöfin A.B. auf einen umstrittenen Kündigungsfall aufmerksam zu machen.
Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die Kündigung einer Mitarbeiterin des Beratungszentrums Ukraine, die nach Angaben des WAS ohne rechtlich vorgeschriebenes Vorverfahren und aus "verpönten Motiven" ausgesprochen worden sein soll. Die kleine Basisgewerkschaft spricht von einem gesetzeswidrigen Vorgehen und hat gemeinsam mit der betroffenen Kollegin eine Kündigungsanfechtungsklage eingebracht. Zusätzlich wäre das Syndikat bereit, nach einer außergerichtlichen Lösung zu suchen.
Laut WAS verweigern alle drei Geschäftsführungsebenen der Diakonie seit Wochen jegliche Kommunikation mit der Gewerkschaft. Die Gewerkschaft berichtet außerdem, die Geschäftsführung des Flüchtlingsdienstes versuche, die betroffene Mitarbeiterin mit Verwarnungen unter Druck zu setzen.
Das WAS möchte an diesem Tag die Bischöfin kontaktieren, um nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen.
Das WAS bezeichnet die Kündigung als gesetzeswidrig. Eine Kündigungsanfechtung wird derzeit gerichtlich verfolgt; die rechtlichen Details werden im laufenden Verfahren geklärt werden.
Die weitere Entwicklung des Falls hängt davon ab, ob die Bischöfin auf die Anliegen des WAS eingeht und ob eine außergerichtliche Lösung gefunden werden kann.