Österreichische Organisation kämpft gegen vermeidbare Blindheit in Afrika
Zum Weltgesundheitstag zeigt die NGO Erfolgszahlen: 20 Millionen Augenuntersuchungen und über 1 Million Operationen durchgeführt.
Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April verweist die österreichische Organisation "Licht für die Welt" auf ihre Arbeit in ausgewählten afrikanischen Ländern. Seit der Gründung 1988 verfolgt die NGO das Ziel, vermeidbare Blindheit zu bekämpfen und allen Menschen Zugang zu augenmedizinischer Versorgung zu ermöglichen.
"Kein Mensch soll erblinden, wenn es sich vermeiden lässt", erklärt Alex Buchinger, Geschäftsführer von Licht für die Welt. Die Organisation setzt dabei auf einen menschenrechtsbasierten Ansatz, der das Recht auf Gesundheit in den Mittelpunkt stellt. "In den Ländern des Globalen Südens ist die medizinische Versorgung oft unzureichend oder für viele Menschen zu teuer", so Buchinger weiter.
Licht für die Welt baut in ausgewählten afrikanischen Ländern die augenmedizinische Versorgung auf. Dazu gehört die Ausbildung von Augenärzt*innen, die Ausstattung von Kliniken mit notwendigen Instrumenten und Medikamenten sowie die Bereitstellung von Brillen, wie Buchinger ausführt.
Dr. Rebecca Lusobya, Augenärztin in Uganda, die mit der Organisation zusammenarbeitet, beschreibt die Situation vor Ort: "Unsere größte Herausforderung ist der Mangel an Geräten, Materialien und augenmedizinischen Expert*innen. Daher haben wir große Verzögerungen bei den Behandlungen."
Ein besonderer Fokus der Arbeit liegt auf Kindern und Frauen, wie im OTS-Text hervorgehoben wird.
Licht für die Welt hat in seiner Geschichte bisher 100 Millionen Medikamente gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten verteilt, allen voran gegen die bakterielle Augeninfektion Trachom. Trachom und andere Krankheiten wie Flussblindheit rauben Augenlicht, sind aber durch Medikamente behandelbar.
Mehr als 20 Millionen Augenuntersuchungen hat Licht für die Welt bisher ermöglicht – in Kliniken, bei mobilen Einsätzen und oft dort, wo medizinische Versorgung sonst unerreichbar ist. Bei einer Untersuchung werden Erkrankungen sowie Fehlsichtigkeiten erkannt und behandelt bzw. zur Behandlung weiterverwiesen.
Von den mehr als 1 Million Augenoperationen waren die meisten Operationen am Grauen Star – einfache, sichere Eingriffe mit großer Wirkung, wie das OTS berichtet.