Innenminister Karner übergibt moderne "ENOK light"-Fahrzeuge für Antiterroreinsätze
Das Einsatzkommando Cobra wird mit zehn neuen gepanzerten Fahrzeugen ausgerüstet, die speziell für städtische Einsätze entwickelt wurden.
Das österreichische Einsatzkommando Cobra hat Verstärkung erhalten: Innenminister Gerhard Karner übergab am 31. März 2026 in der Wiener Rossauer Kaserne zehn gepanzerte Fahrzeuge des Typs "ENOK light" an die Spezialeinheit.
"Die Aufgabe der Cobra ist es, bei Sonderlagen für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen. Dafür sind die Cobra-Kräfte gut ausgebildet und benötigen modernes Gerät", sagte Innenminister Gerhard Karner bei der Übergabe.
Bei den übergebenen Fahrzeugen handelt es sich um sogenannte Light Armoured Patrol Vehicles (LAPV) des Typs "ENOK light", die auf dem Konzept der Mercedes Benz G-Klasse beziehungsweise des Puch G basieren. Die Fahrzeuge bieten Schutz gegenüber allen gängigen Kurz- sowie Langwaffengeschossen und stellen ein werksseitig produziertes Gesamtsicherheits- und Mobilitätssystem dar.
Die Einsatzgebiete der neuen Fahrzeuge umfassen Antiterroreinsätze, schnelle Interventionsoperationen, Schutzdienste für gefährdete Personen sowie Sondertransporte mit hohem Gefahrenpotenzial. Die Fahrzeuge sind besonders für den Einsatz im städtischen Bereich geeignet, weil sie schnell, wendig und kleiner als andere vergleichbar gepanzerte Fahrzeuge sind.
Die zehn neuen Fahrzeuge werden auf alle acht Cobra-Stützpunkte in Österreich verteilt, um bei Einsatzlagen im ganzen Bundesgebiet schnell verfügbar zu sein.
In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrere größere Anschaffungen für das Einsatzkommando Cobra getätigt: darunter sechs "Survivor" (schwere gepanzerte Sonderfahrzeuge), ein Roboter-Hund für Einsätze mit gefährlichen Sprengstoffen, 34 Drohnen mit Wärmebildkameras, Suchscheinwerfern und Lautsprechern sowie fünf CBRN-Fahrzeuge für den Einsatz bei chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahren.