Wiener Freiheitliche werfen SPÖ chaotische Kulturpolitik vor
Die FPÖ Wien übt scharfe Kritik an der Kürzung der Förderung für das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker vor Schloss Schönbrunn.
Die Förderung des traditionsreichen Sommernachtskonzerts der Wiener Philharmoniker vor Schloss Schönbrunn sorgt für politische Turbulenzen in Wien. Die FPÖ Wien wirft Bürgermeister Ludwig (SPÖ) chaotisches Vorgehen und eine unglaubwürdige Kulturpolitik vor.
Der Kultursprecher der Wiener FPÖ, Landtagsabgeordneter Lukas Brucker, kritisiert das Vorgehen der Stadtregierung scharf. Nach seinen Angaben wurde die ursprüngliche Förderung von 250.000 Euro zunächst komplett gestrichen, bevor nach öffentlichem Druck eine reduzierte Unterstützung von nur noch 100.000 Euro zugesagt wurde.
"Was hier von SPÖ-Bürgermeister Ludwig geboten wird, ist eine peinliche Posse sondergleichen", so Brucker in seiner Stellungnahme. Er wirft Ludwig vor, sich am Ende als Retter des Konzerts zu inszenieren, obwohl die Förderung um 60 Prozent gekürzt wurde.
Brucker sieht in dem Vorgehen rund um das Sommernachtskonzert ein Symptom für die generelle Ausrichtung der Wiener Kulturpolitik. "Die SPÖ zeigt einmal mehr, dass sie keine klare kulturpolitische Linie hat. Statt verlässlicher Rahmenbedingungen für international bedeutende Veranstaltungen herrscht Chaos und Beliebigkeit", kritisiert der FPÖ-Kultursprecher.
Besonders problematisch sieht die FPÖ die unterschiedliche Behandlung verschiedener kultureller Einrichtungen und Projekte. "Während traditionelle Veranstaltungen und Institutionen von Sparmaßnahmen betroffen seien, blieben 'linke Polit-Agitation und ideologisch geprägte Projekte' weitgehend verschont", so Brucker.
Nach Angaben der FPÖ sind nicht nur das Sommernachtskonzert von den Kürzungen betroffen. Auch die Vereinigten Bühnen Wien sowie zahlreiche Wiener Museen würden unter den Sparmaßnahmen leiden, so die Kritik der Partei.
Die FPÖ Wien fordert einen grundlegenden Kurswechsel. "Die Wiener Kulturpolitik muss wieder auf Qualität, Verlässlichkeit und Fairness ausgerichtet werden", betont Brucker. Die aktuelle Linie der SPÖ schade dem Kulturstandort Wien nachhaltig.