Schwerpunktaktionen gegen Raser und Alkohollenker während der Feiertage
Nach 450 Verletzten im Vorjahr startet die Polizei verstärkte Verkehrskontrollen zu Ostern. Innenminister Karner appelliert an Rücksichtnahme.
Die Polizei verstärkt ihre Schwerpunktaktionen in der Karwoche bis einschließlich Dienstag nach Ostern und führt landesweit Kontrollen durch. Im vergangenen Osterwochenende wurden bei 373 Verkehrsunfällen mit Personenschaden insgesamt 450 Menschen verletzt und drei getötet.
Innenminister Gerhard Karner sagte: "Gerade am Osterwochenende ist das Verkehrsaufkommen sehr hoch. Die 'Aktion Sicher' mit verstärkten Kontrollen in ganz Österreich leistet daher einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit auf den Straßen." Der Minister appelliert gleichzeitig an alle Verkehrsteilnehmer, aufeinander Rücksicht zu nehmen und die Geschwindigkeitsbeschränkungen einzuhalten. "Das ist nicht nur gut für die Sicherheit, sondern bei den aktuellen Spritpreisen auch für die Geldbörse," fügte er hinzu.
Die Polizei richtet ihr Augenmerk auf die Einhaltung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit sowie auf das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Zudem werden Sicherheitsgurt- und Kindersicherungspflicht, der Sicherheitsabstand beim Hintereinanderfahren und das Handyverbot (ohne Freisprecheinrichtung) überwacht. Rasen und Alkohol gehören nach wie vor zu den Hauptunfallursachen von tödlichen Verkehrsunfällen, so die OTS.
Bundespolizeidirektor Michael Takács sagte: "Ziele der verstärkten Polizeikontrollen sind die Schaffung eines Gefahrenbewusstseins, die Herbeiführung einer nachhaltigen Verhaltensänderung bei den Fahrzeuglenkern und der Schutz anderer Verkehrsteilnehmer vor rücksichtslosen Rasern, Dränglern, Alko- und Drogenlenkern."
Der Polizei stehen laut OTS 2.500 Einsatzfahrzeuge, 400 Motorräder, 100 Zivilstreifenfahrzeuge mit Videonachfahreinrichtung, 430 stationäre und mobile punktuelle Geschwindigkeitsanlagen, zehn stationäre Section-Control-Anlagen, 1.247 Lasergeschwindigkeitsmessgeräte, elf Abstandsmess-Systeme, 1.385 Alkomaten und 1.429 Alkohol-Vortestgeräte, 86 Mopedprüfstände und 51 Rotlicht-Verkehrsüberwachungsanlagen zur Verfügung. Es wird Schwerpunkteinsätze in allen Bundesländern, sowohl auf den Transit- und Hauptverkehrsrouten als auch im Nahverkehr und auf dem niederrangigen Straßennetz, geben.
Je nach Witterung werden die Kontrollmaßnahmen bei Bedarf auch beliebte Ausflugsstrecken von Motorradfahrerinnen und -fahrern umfassen.
Im vergangenen Jahr wurden am Osterwochenende, von Karfreitag bis einschließlich Ostermontag, bei 373 Verkehrsunfällen mit Personenschaden insgesamt 450 Menschen verletzt und drei getötet. 2024 kamen fünf Verkehrsteilnehmer im Osterverkehr ums Leben, im Jahr 2023 war es einer. In den Jahren 2020 bis 2022 wurden jeweils vier und im Jahr 2019 acht Menschen tödlich verletzt. Die bisher geringste Opferzahl seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres im Jahr 1968 wurde mit jeweils einem Verkehrstoten in den Jahren 2013 und 2023 verzeichnet. Zum Vergleich: Im bisher schlimmsten Jahr, 1976, mussten am Osterwochenende 39 Tote beklagt werden. Im Jahr 2004 kamen 17 Menschen zu Ostern im Straßenverkehr ums Leben.
2024 wurden zu Ostern 53.348 Fahrzeuglenkerinnen und -lenker wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit beanstandet. Die Polizei erstattete 355 Anzeigen wegen Alkoholisierung, weitere 86 Drogenlenkerinnen und -lenker mussten sofort aus dem Verkehr gezogen werden. Insgesamt wurde am Osterwochenende 274 Fahrzeuglenkerinnen und -lenkern der Führerschein vorläufig abgenommen. Fünf Kraftfahrzeuge wurden zu Ostern 2024 infolge hoher Geschwindigkeitsüberschreitungen von der Bundespolizei vorläufig beschlagnahmt.
Das Innenministerium appelliert an die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, sich während der Osterfeiertage rücksichtsvoll zu verhalten. Mit der Einhaltung einfacher Grundregeln können Unfälle oder gefährliche Situationen im Straßenverkehr vermieden werden: