Bürgermeister Koll teilt Erfolgsrezept im Gemeindebund-Podcast
Die oberösterreichische Stadt Traun zeigt, wie Integration bei hohem Migrationsanteil gelingt. Bürgermeister Koll erklärt seine Strategie.
Die oberösterreichische Stadt Traun macht vor, wie Integration aussehen kann. Mit einem Migrationsanteil von über 33 Prozent und 28 verschiedenen Ethnien gehört die 26.000-Einwohner-Stadt zu den vielfältigsten Gemeinden des Landes. Im Gemeindebund-Podcast "Amtsgeheimnisse vor Ort" gibt Bürgermeister Karl-Heinz Koll Einblicke in die Integrationsstrategie der Stadt.
"Das Wichtigste ist, keine Ghettobildungen und keine Parallelgesellschaften entstehen zu lassen", erklärt Bürgermeister Koll im Gespräch mit Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl. Problematische Wohnanlagen wurden rückgebaut und neu entwickelt. Bei Neubauten achtet die Stadtverwaltung auf soziale Durchmischung.
Ein zentraler Baustein der Trauner Integrationspolitik ist das starke Vereinsleben. Bei 26.000 Einwohnern gibt es in der Stadt rund 160 Vereine.
Jährlich investiert die Stadt 1,2 Millionen Euro in Sport- und Freizeitangebote.
Die Stadt hat eine Integrationsplattform sowie einen "Dialog der Religionen" etabliert.
Im Umgang mit Radikalisierungstendenzen wurden nicht genehmigte Vereine behördlich geschlossen; zugleich arbeitet die Stadt mit moderaten religiösen Gemeinschaften zusammen.
"Man muss agieren, nicht reagieren", fasst Bürgermeister Koll seine Philosophie zusammen. Sein Credo: "Integration muss in allen kommunalen Bereichen mitgedacht werden – von Stadtplanung über Bildung bis zur Bürgerkommunikation."
Die vollständige Folge des Gemeindebund-Podcasts "Amtsgeheimnisse vor Ort" ist ab sofort auf allen gängigen Podcast-Plattformen sowie auf der Webseite des Österreichischen Gemeindebundes verfügbar.
Der Österreichische Gemeindebund ist seit 1947 die kommunale Interessensvertretung der österreichischen Gemeinden und Städte auf Bundesebene und repräsentiert insgesamt rund 70 Prozent der österreichischen Bevölkerung.