Europäischer Globalisierungsfonds unterstützt 420 gekündigte Arbeitnehmer bei Wiedereingliederung
Das EU-Parlament bewilligt finanzielle Hilfe für entlassene KTM-Mitarbeiter. SPÖ-Politikerin Regner kritisiert unternehmerisches Versagen.
Das Europäische Parlament hat heute 1,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Globalisierungsfonds (EGF) freigegeben, um rund 420 gekündigte Mitarbeiter von KTM bei ihrer Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu unterstützen.
Evelyn Regner, SPÖ-EU-Abgeordnete und Mitglied des Beschäftigungsausschusses, begrüßt die Hilfe für die betroffenen Arbeitnehmer und übt zugleich Kritik an der Unternehmensführung von KTM. In einer Stellungnahme sagte sie, die Freigabe der Mittel zeige, dass die EU Menschen in schwierigen Zeiten unterstütze. Sie kritisierte zudem, dass Gewinne privat, Verluste jedoch oft kollektiv getragen würden.
Regner äußerte Kritik am Umgang von KTM mit öffentlichen Geldern während der Corona-Pandemie. Ihrer Darstellung zufolge hatte das Unternehmen während der Krise millionenschwere öffentliche Unterstützung erhalten. Ihrer Auffassung nach wäre dieses Geld dazu genutzt werden müssen, das Unternehmen krisensicher zu machen und Arbeitsplätze zu sichern. Sie bemängelte außerdem, dass stattdessen hohe Dividenden ausgeschüttet worden seien und forderte eine Überprüfung der Vergabepraxis öffentlicher Gelder.
Regner forderte strengere Regeln bei der Vergabe von öffentlichen Geldern und erklärte, wenn Steuergeld fließe, müsse sichergestellt werden, dass dieses Geld Beschäftigung sichere und nicht in privaten Taschen verschwinde.