Größte CEO-Stimmungsanalyse zeigt: 91% bewerten Wirtschaftslage negativ
215 Führungskräfte zeigen klare KI-Offenheit, doch Transformation scheitert oft am Tagesgeschäft. Nur 9% sehen Österreichs Wirtschaft positiv.
Österreichs Top-Führungskräfte stehen vor einem Paradox: Sie erkennen die Notwendigkeit von Veränderungen und zeigen sich neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz gegenüber aufgeschlossen, gleichzeitig kommt die praktische Umsetzung oft im Tagesgeschäft zu kurz. Das zeigte der erstmals präsentierte "Leaders of Transformation-Barometer", eine Stimmungsanalyse unter Österreichs Top-Entscheidungsträger:innen.
Das Gemeinschaftsprojekt von Business Gladiators und Leitbetriebe Austria basiert auf einer Befragung von exakt 215 Top-Entscheider:innen – darunter über 100 CEOs und mehr als 60 Eigentümer:innen. Die Ergebnisse wurden bei einer Veranstaltung in Wien präsentiert.
Nur 9% der befragten Spitzen-Führungskräfte bewerten die aktuelle wirtschaftliche Lage in Österreich positiv. 91% bewerten die Lage neutral oder schlecht.
Studienleiter Alexander Zauner sagte laut der Präsentation, die wirtschaftliche Stimmung sei "extrem angespannt" und der Transformationsdruck steige.
81% der befragten Spitzen-Führungskräfte stehen dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in zentralen Unternehmensprozessen überwiegend bis sehr offen gegenüber.
Auf dem Podium beschrieben Vertreter:innen aus der Praxis Beispiele aus einzelnen Unternehmen: So nannte Hartwig Hufnagl von der ASFINAG die Nutzung von Technologien etwa bei der Verkehrssteuerung und bei der Nutzung von Daten für Vertrieb und Wissensmanagement.
56% der befragten Unternehmen sehen einen hohen bis sehr hohen Veränderungsbedarf. Für 28,7% der Befragten ist das Tagesgeschäft der größte Hemmschuh für Transformation.
Auf dem Podium wurde betont, dass klare Zielbilder und das Mitnehmen von Mitarbeitenden wichtige Voraussetzungen sind, um Veränderung zu ermöglichen. Philipp Maderthaner sagte: "Die Fähigkeit zur Anpassung entscheidet über Erfolg oder Scheitern." Studienleiter Zauner fasste zusammen: "KI und Digitalisierung nützen wenig, wenn die Kultur nicht mitzieht."
Laut der Erhebung messen 96% der befragten Führungskräfte Nachhaltigkeit und ökologischer Verantwortung derzeit keine Priorität bei.
Die Studie identifiziert neben der Dominanz des Tagesgeschäftes Kultur und Leadership als wesentliche Hindernisse für erfolgreiche Transformation. Monica Rintersbacher von Leitbetriebe Austria betonte dabei: "Technologie allein reicht nicht – entscheidend ist, wie konsequent Unternehmen ihre Mitarbeiter:innen einbinden und Verantwortung im gesamten Unternehmen verankern."
Der Leaders of Transformation-Barometer macht deutlich, dass österreichische Unternehmen Handlungsbedarf sehen. Die Präsentation hob hervor, dass zwischen strategischem Wissen und praktischer Umsetzung eine Lücke besteht.
Die vollständige Auswertung des "Leaders of Transformation-Barometers" steht unter https://leadersoftransformationbarometer.manus.space/ zur Verfügung.
Über den Leaders of Transformation-Barometer
Die Erhebung ist die größte CEO-Stimmungsanalyse Österreichs. Im Befragungszeitraum vom 26. Jänner bis 05. März 2026 nahmen exakt 215 Top-Entscheider:innen an der Erhebung von Business Gladiators und Leitbetriebe Austria teil.
Über Business Gladiators
Business Gladiators ist eine Unternehmensberatung für Unternehmer:innen und CEOs, die Transformation vorantreiben wollen. www.businessgladiators.com
Über Leitbetriebe Austria
Leitbetriebe Austria repräsentiert Vorbildunternehmen der heimischen Wirtschaft und bietet Plattformen für Positionierung, Beziehungsmanagement und Wissenstransfer. www.leitbetriebe.at