Langjähriger Bezirksvorsteher von Ottakring verstorben
Alfred Barton prägte Ottakring 16 Jahre lang als Bezirksvorsteher und hinterlässt ein kommunalpolitisches Vermächtnis.
Wien hat eine bedeutende Persönlichkeit der Kommunalpolitik verloren: Alfred Barton, der langjährige Bezirksvorsteher von Ottakring, ist verstorben. Der am 25. Februar 1927 in Wien geborene Sozialdemokrat prägte über Jahrzehnte hinweg die Entwicklung des 16. Bezirks.
Alfred Barton begann seine berufliche Laufbahn bei den Wiener E-Werken und engagierte sich früh für die Sozialdemokratie. Seine politische Karriere startete 1959 mit der Wahl zum Bezirksrat in Ottakring.
1978 übernahm Barton die Funktion des Bezirksvorsteher-Stellvertreters, bevor er 1980 zum Bezirksvorsteher gewählt wurde. Dieses Amt übte er bis Ende 1996 aus.
In seine Amtszeit fielen die Erstellung eines Bezirksentwicklungsplanes sowie umfassende Sanierungen wichtiger Einrichtungen wie des Kongressbades, des Brunnenmarktes und der Müllverbrennungsanlage Flötzersteig. Auch die Verlängerung der U3 nach Ottakring und die erste Wohnstraße im 16. Bezirk entstanden in dieser Zeit.
Wiens Bürgermeister und Landeshauptmann Dr. Michael Ludwig würdigte Barton als "aufrechten Sozialdemokraten und Kommunalpolitiker, der seinen Bezirk mit großer Hingabe, Verantwortungsbewusstsein und echter Nähe zu den Menschen gestaltet hat".
SPÖ-Klubvorsitzender Josef Taucher sagte: "Alfred Barton war ein Politiker mit Haltung, Herz und Handschlagqualität."
Die Ottakringer Gemeinderätin Susanne Haase sagte: "Alfred Barton hat Ottakring über viele Jahre hinweg geprägt wie nur wenige andere. Er war nah bei den Menschen, hat zugehört und gehandelt."
Stefanie Lamp, die aktuelle Bezirksvorsteherin von Ottakring, würdigte Barton: "Alfred Barton hat Ottakring mit Weitblick, Bodenständigkeit und großem Verantwortungsgefühl geführt. Viele Entwicklungen, die den Bezirk heute ausmachen, tragen seine Handschrift."
Neben seiner politischen Tätigkeit war Alfred Barton über viele Jahre hinweg auch gewerkschaftlich aktiv und engagierte sich in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, insbesondere für die Anliegen der Pensionist*innen.
Mit dem Tod von Alfred Barton verliert Wien einen erfahrenen Kommunalpolitiker, der über viele Jahre das Gesicht seines Bezirks mitgeprägt hat. Sein Engagement wurde in Stellungnahmen von Wegbegleiter*innen und politischen Vertreter*innen gewürdigt.