Waldviertler Unternehmen soll hinter Tierqualtransporter stecken
Olga Voglauer fordert nach dem Skandal um die 'Spiridon II' mit 2.900 Rindern umfassende Aufklärung der österreichischen Verstrickungen.
Nach Recherchen der ZIB2 soll ein Waldviertler Unternehmen hinter der Abwicklung des Transports mit dem Schiff 'Spiridon II' stehen, bei dem 2.900 Rinder an Bord waren. Olga Voglauer, Sprecherin der Grünen für Landwirtschaft und Tierschutz, kritisiert das Vorgehen scharf und fordert Aufklärung.
An Bord befanden sich 2.900 Rinder, viele davon trächtig. "Es ist erschütternd, wie verantwortungslos mit Lebewesen umgegangen wird", sagt Voglauer. Sie bezeichnet das Leid der Tiere als in Kauf genommen zugunsten von Profiten.
Recherchen der ZIB2 ergaben, dass ein Waldviertler Unternehmen hinter der Abwicklung des Transports steht. Voglauer kritisiert, dass heimische Unternehmen offenbar Regeln und Verantwortung außer Acht lassen, wenn sie außerhalb Österreichs oder der EU tätig sind.
Voglauer weist zudem darauf hin, dass das jahrzehntealte Frachtschiff von Uruguay aus ins Mittelmeer gestartet ist und nennt dies im Zusammenhang mit künftigen Verkehren aus Häfen, die im Rahmen von Mercosur relevant sein könnten.
Voglauer fordert, den Fall dringend aufklären zu lassen, auch durch heimische Behörden, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Sie spricht von einem "himmelschreienden Skandal" und fordert eine gemeinsame Initiative der internationalen Gemeinschaft, um Lücken auf hoher See zu schließen. Zudem fordert sie verstärkte Anstrengungen in Österreich und der EU, um ähnliches Tierleid zu beenden.