Sieben spannende Forschungsprojekte laden zum Mitmachen ein
Von Schmetterlingen bis Waldgeräuschen: Bis 31. Juli können alle Österreicher bei wissenschaftlichen Projekten mitforschen und Preise gewinnen.
Wissenschaft hautnah erleben und dabei noch Preise gewinnen – das ermöglicht der Citizen Science Award 2026. Von 1. April bis 31. Juli können sich Menschen aller Altersgruppen in ganz Österreich an sieben ausgewählten Forschungsprojekten beteiligen. Die Bandbreite reicht von der Dokumentation heimischer Tagfalter über die Untersuchung der Kohlenstoffspeicherung von Bäumen bis hin zur Erforschung von Waldgeräuschen.
Der Forschungswettbewerb wird von der OeAD-Agentur für Bildung und Internationalisierung im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung organisiert.
"Der Citizen Science Award heißt für uns Third Mission mit Herz: Dank neugieriger Community Scientists gewinnen wir wertvolle Pilzverbreitungsdaten und schaffen eine fröhliche Lern-Community", betont Irmgard Greilhuber, die mit dem Projekt pilzfinder.at teilnimmt.
Die diesjährigen Projekte decken ein breites Spektrum aus Natur- und Kulturwissenschaften, Technik sowie Geoinformatik ab. Viele nutzen digitale Tools und Apps, andere setzen auf klassische Beobachtung und Dokumentation vor Ort.
Unter der Leitung der BOKU dokumentieren Teilnehmer bei Friedhofsbegehungen Tiere, Pflanzen und Pilze mit Fotos, Audios und Kurzbeschreibungen. Die Daten fließen in eine offene Datenbank zur urbanen Biodiversität ein.
Die Interdisciplinary Transformation University Austria (IT:U) lädt dazu ein, Social-Media-Beiträge zu analysieren oder Interviews zu führen, um persönliche Beobachtungen mit Klimadaten zu vergleichen. Die Ergebnisse werden beim Ars Electronica Festival in Linz als interaktive Webkarte präsentiert.
Das Bundesforschungszentrum für Wald setzt auf das Erfassen von Waldgeräuschen mit Mikrofonen, um Einflüsse von menschengemachtem Lärm in urbanen Waldgebieten zu untersuchen.
Ein digitales Forschungsprojekt über Erinnerung, Identität und Zukunft. Teilnehmer sammeln persönliche Erinnerungen und Zukunftsideen – analog oder digital. Das Projekt wird von vrisch multimediaproduction GmbH geleitet.
Bei diesem Projekt der Universität Wien suchen Citizen Scientists Pilze, fotografieren sie und dokumentieren ihre Funde. Die Daten unterstützen die Biodiversitätsforschung.
Der Naturschutzbund Österreich lädt zur Beobachtung und Dokumentation österreichischer Tagfalter ein. Teilnehmer beobachten und dokumentieren heimische Tagfalter.
Mit einer App erfassen Citizen Scientists Bäume per 3D-Scan und berechnen deren Biomasse sowie den gespeicherten CO₂-Anteil. Die Projektleitung liegt beim International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA).
Besonders Schulen profitieren vom Citizen Science Award. "Der Unterricht wird durch das Mitforschen praxisorientierter und lebensnaher für die Schüler:innen", betont Karin Greimler-Stocker, Lehrerin am BG/BRG Perchtoldsdorf. Neben Schulklassen sind auch Einzelpersonen, Familien und Jugendgruppen wie Pfadfinder, Jungschar oder Landjugend eingeladen mitzumachen.
Diese Form des Lernens macht wissenschaftliche Prozesse nachvollziehbar und fördert wissenschaftliche Kompetenzen.
Schulklassen und Jugendgruppen können Geldpreise gewinnen, während für Erwachsene und Familien Sachpreise bereitstehen. Die Gewinner werden am 17. November 2026 im Rahmen des 5. Young-Science-Kongresses des OeAD ausgezeichnet, der in Kooperation mit der TU Wien stattfindet.
Am Vormittag der Veranstaltung erwartet Schüler und Jugendgruppen ein Programm mit Workshops, Vorlesungen und Führungen. Am Nachmittag folgt die Preisverleihung.
Der Citizen Science Award wird seit 2015 vom OeAD im Auftrag des BMFWF koordiniert. Seither beteiligten sich über 27.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus ganz Österreich an 73 Forschungsprojekten.
Weitere Informationen zu den Projekten und zur Teilnahme: www.youngscience.oead.at/citizenscienceaward/projekte
Der Citizen Science Award 2026 bietet wieder die Möglichkeit, aktiv an Forschungsprojekten teilzunehmen.