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Citizen Science Award 2026: Österreich forscht mit

Sieben spannende Forschungsprojekte laden zum Mitmachen ein

24. März 2026 um 08:01
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Von Schmetterlingen bis Waldgeräuschen: Bis 31. Juli können alle Österreicher bei wissenschaftlichen Projekten mitforschen und Preise gewinnen.

Wissenschaft hautnah erleben und dabei noch Preise gewinnen – das ermöglicht der Citizen Science Award 2026. Von 1. April bis 31. Juli können sich Menschen aller Altersgruppen in ganz Österreich an sieben ausgewählten Forschungsprojekten beteiligen. Die Bandbreite reicht von der Dokumentation heimischer Tagfalter über die Untersuchung der Kohlenstoffspeicherung von Bäumen bis hin zur Erforschung von Waldgeräuschen.

Forschung für alle zugänglich machen

Der bereits zum elften Mal stattfindende Forschungswettbewerb wird von der OeAD-Agentur für Bildung und Internationalisierung im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung organisiert. Das Ziel: Wissenschaftliche Forschung für Bürgerinnen und Bürger zugänglich zu machen und gleichzeitig wertvolle Daten für die Wissenschaft zu sammeln.

"Der Citizen Science Award heißt für uns Third Mission mit Herz: Dank neugieriger Community Scientists gewinnen wir wertvolle Pilzverbreitungsdaten und schaffen eine fröhliche Lern-Community", erklärt Forscherin Irmgard Greilhuber, die mit dem Projekt pilzfinder.at teilnimmt.

Sieben vielfältige Forschungsprojekte

Die diesjährigen Projekte decken ein breites Spektrum aus Natur- und Kulturwissenschaften, Technik sowie Geoinformatik ab. Viele nutzen moderne digitale Tools und Apps, andere setzen auf klassische Beobachtung und Dokumentation vor Ort.

Biodiversität am Friedhof

Unter der Leitung der BOKU University dokumentieren Teilnehmer bei Friedhofsbegehungen Tiere, Pflanzen und Pilze mit Fotos, Audios und Kurzbeschreibungen. Die gesammelten Daten fließen in eine offene Datenbank zur urbanen Biodiversität ein und helfen dabei, diese oft übersehenen Lebensräume besser zu verstehen.

Climate Agents

Die Interdisciplinary Transformation University Austria (IT:U) lädt dazu ein, Social-Media-Beiträge zu analysieren oder Interviews zu führen, um persönliche Beobachtungen mit Klimadaten zu vergleichen. Die Ergebnisse werden beim Ars Electronica Festival in Linz als interaktive Webkarte präsentiert.

Forest Groove

Das Bundesforschungszentrum für Wald setzt auf eine ungewöhnliche Herangehensweise: Statt mit dem Mikroskop werden Wälder mit dem Mikrofon erforscht. Untersucht wird, wie menschengemachter Lärm die Biodiversität in urbanen Waldgebieten beeinflusst.

Meine Truhe der Erinnerungen

Ein digitales Forschungsprojekt über Erinnerung, Identität und Zukunft. Teilnehmer sammeln persönliche Erinnerungen und Zukunftsideen – analog oder digital – und erforschen, wie Technologie unser Erinnern verändert. Das Projekt wird von vrisch multimediaproduction GmbH geleitet.

pilzfinder.at

Bei diesem Projekt der Universität Wien suchen Citizen Scientists Pilze, fotografieren sie und dokumentieren ihre Funde. Die Daten unterstützen die Biodiversitätsforschung und helfen dabei, die Verbreitung verschiedener Pilzarten besser zu verstehen.

Schmetterlingen auf der Spur

Der Naturschutzbund Österreich lädt zur Beobachtung und Dokumentation österreichischer Tagfalter ein. Die Teilnehmer leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz und helfen dabei, Veränderungen in der Schmetterlingspopulation zu dokumentieren.

Tree-Quest

Mit einer innovativen App erfassen Citizen Scientists Bäume per 3D-Scan und berechnen deren Biomasse sowie den gespeicherten CO₂-Anteil. Das International Institute for Applied System Analysis (IIASA) nutzt diese Daten, um satellitengestützte Biomassekarten zu verbessern.

Bildung wird lebendig

Besonders Schulen profitieren vom Citizen Science Award. "Der Unterricht wird durch das Mitforschen praxisorientierter und lebensnaher für die Schüler:innen", betont Karin Greimler-Stocker, Lehrerin am BG/BRG Perchtoldsdorf. Neben Schulklassen sind auch Einzelpersonen, Familien und Jugendgruppen wie Pfadfinder, Jungschar oder Landjugend eingeladen mitzumachen.

Diese Form des Lernens macht wissenschaftliche Prozesse nicht nur nachvollziehbar, sondern fördert auch wissenschaftliche Kompetenzen und stärkt langfristig das Vertrauen in Wissenschaft und Demokratie.

Attraktive Preise winken

Die fleißigsten Citizen Scientists werden mit attraktiven Preisen belohnt. Schulklassen und Jugendgruppen können Geldpreise gewinnen, während für Erwachsene und Familien Sachpreise bereitstehen. Die Gewinner werden am 17. November 2026 im Rahmen des 5. Young-Science-Kongresses des OeAD ausgezeichnet, der in Kooperation mit der TU Wien stattfindet.

Am Vormittag der Veranstaltung erwartet Schüler und Jugendgruppen ein abwechslungsreiches Programm mit Workshops, Vorlesungen und Führungen. Am Nachmittag folgt dann die feierliche Preisverleihung.

Erfolgsgeschichte seit 2015

Der Citizen Science Award kann bereits auf eine beeindruckende Erfolgsgeschichte zurückblicken. Seit der ersten Durchführung im Jahr 2015 beteiligten sich über 27.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus ganz Österreich an insgesamt 73 Forschungsprojekten.

Diese Zahlen zeigen deutlich, wie groß das Interesse der österreichischen Bevölkerung an wissenschaftlicher Forschung ist und wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen professionellen Forschern und interessierten Laien sein kann.

Win-Win für Wissenschaft und Gesellschaft

Citizen Science – die aktive Beteiligung von Bürgern an wissenschaftlichen Projekten – schafft eine direkte Brücke zwischen Forschung und Gesellschaft. Während die Wissenschaft von den gesammelten Daten und der breiten Datenbasis profitiert, erhalten die Teilnehmer Einblicke in wissenschaftliche Arbeitsweisen und können aktiv zur Forschung beitragen.

Diese Form der Bürgerwissenschaft hat sich international etabliert und wird auch in Österreich immer wichtiger. Sie demokratisiert die Wissenschaft und macht sie für alle zugänglich – unabhängig von Alter, Bildungsstand oder beruflichem Hintergrund.

Interessierte können sich ab sofort über die verfügbaren Projekte informieren und ihre Teilnahme planen. Alle Details zu den einzelnen Projekten und zur Anmeldung finden sich auf der Website des Young Science Centers unter www.youngscience.oead.at/citizenscienceaward/projekte.

Der Citizen Science Award 2026 verspricht wieder spannende Einblicke in die Welt der Wissenschaft und bietet die Chance, aktiv zum Forschungsfortschritt beizutragen. Ob Naturliebhaber, Technik-Enthusiast oder einfach neugieriger Mensch – für jeden ist das passende Projekt dabei.

Schlagworte

#Citizen Science#Forschung#Bildung#Österreich#OeAD#Bürgerwissenschaft#Wissenschaft

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