Umweltorganisation VIRUS präsentiert überraschende Erkenntnisse zu geplanter Autobahn
Ein neues Rechtsgutachten der Umweltorganisation VIRUS könnte den gesamten S1-Autobahnabschnitt betreffen und nicht nur den Lobautunnel.
Die geplante S1-Autobahn zwischen Schwechat und Süßenbrunn steht vor neuen rechtlichen Herausforderungen. Die Umweltorganisation VIRUS will am 26. März 2026 bei einer Pressekonferenz im Café Landtmann ein neues Rechtsgutachten vorstellen, das überraschende Erkenntnisse zum umstrittenen Autobahnprojekt enthält.
Das Gutachten soll nicht nur den Lobautunnel betreffen, sondern "folgenschwer den gesamten S1-Abschnitt", wie VIRUS ankündigt. Dies könnte Auswirkungen auf das Bauprogramm haben, das im Herbst 2025 wiederaufgenommen wurde.
Derzeit beschäftigt die "S1 Schwechat-Süßenbrunn" den Europäischen Gerichtshof in der Rechtssache C-189/25 "VIRUS II". Von den Entscheidungen des EuGH hängt ab, ob überhaupt noch weitere Genehmigungen für den Lobautunnel und andere Projektteile erteilt werden können.
Die im Herbst 2025 verkündete Wiederaufnahme des zweiten S1-Autobahnabschnittes mit Lobautunnel wird daher von VIRUS als "derzeit symbolischer Akt" bei langer Vorlaufzeit gewertet. Für den ersten Verwirklichungsabschnitt im nördlichen Freiland wurde für 2026 ein Baubeginn angekündigt.
VIRUS will bei der Pressekonferenz die Erkenntnisse des Gutachtens präsentieren und ableiten, wie mit der Situation umzugehen ist und was nicht geht.
Zusätzlich soll der aktuelle Stand des Verfahrens beim Europäischen Gerichtshof erläutert werden. Auch die laufenden Materienverfahren zur S1 sowie der Status der "S1-Spange Seestadt" werden thematisiert.
Die Pressekonferenz wird von zwei Personen bestritten: Univ. Prof. (SFU) Dr. Konrad Lachmayer und Wolfgang Rehm von der Umweltorganisation VIRUS.
Die Pressekonferenz findet am Donnerstag, 26. März 2026, um 10:00 Uhr im "Landtmannsaal" des Café Landtmann statt. Das Kaffeehaus befindet sich am Universitätsring 4 (Ecke Löwelstraße 22) in 1010 Wien.