Oppositionspartei spricht von "Bildungsnotstand" und fordert sofortige Maßnahmen
Die FPÖ Wien übt scharfe Kritik an der Bildungssituation in Meidling und macht die rot-pinke Stadtregierung dafür verantwortlich.
Die FPÖ Wien hat mit scharfer Kritik auf aktuelle Bildungsdaten aus dem Bezirk Meidling reagiert. FPÖ-Wien Klubobmann Maximilian Krauss und der Meidlinger FPÖ-Gemeinderat LAbg. Lukas Brucker sprechen von einem "bildungspolitischen Offenbarungseid" der rot-pinken Stadtregierung und machen diese für die aktuellen Herausforderungen im Bildungsbereich verantwortlich.
Laut den von der FPÖ zitierten Daten aus der "Kronen Zeitung" kann nahezu jedes zweite Kind im Bezirk Meidling zu Hause kein Deutsch sprechen. In den Vorschulklassen seien fast 90 Prozent der Kinder als außerordentliche Schüler eingestuft, was nach Ansicht der FPÖ bedeutet, dass sie dem regulären Unterricht nicht folgen können.
"Das bedeutet nichts anderes, als dass diese Kinder dem Unterricht nicht folgen können, obwohl sie durchschnittlich zweieinhalb Jahre einen Wiener Kindergarten besucht haben", erklären Krauss und Brucker in ihrer Stellungnahme. Die beiden Politiker sehen darin einen Beleg dafür, dass das bestehende System nicht funktioniere.
Besonders alarmierend sei laut FPÖ, dass 100 Prozent der öffentlichen Pflichtschulen in Meidling nach aktueller Einstufung als problematisch gelten würden. Die Oppositionspartei spricht von einem "ganzen Bezirk ohne funktionierende Schule" und einem "bildungspolitischen Totalversagen auf ganzer Linie". Die FPÖ nennt in ihrer Kritik die "Ludwig-SPÖ" sowie die NEOS-Bildungsstadträtin Emmerling.
Als Reaktion auf die Situation fordern Krauss und Brucker einen sofortigen Notfallplan für die Wiener Pflichtschulen. Dieser müsse verpflichtende Sprachstandsfeststellungen ab dem 3. Lebensjahr ebenso beinhalten wie verpflichtende Deutschkurse für Kinder und Eltern bei mangelhaften Deutschkenntnissen. Zudem fordern sie klare und harte Konsequenzen für Integrationsverweigerer, inklusive konsequenter Abschiebungen.