5,4 Kilometer lange Leitung für bessere Versorgungssicherheit
Wien investiert 39 Millionen Euro in eine neue Trinkwasser-Transportleitung in Floridsdorf. Die Bauarbeiten beginnen 2026 und sichern die Wasserversorgung.
Wien rüstet seine Wasserinfrastruktur für die Zukunft: In Floridsdorf entsteht bis 2028 eine neue Trinkwasser-Transportleitung mit einer Gesamtlänge von 5,4 Kilometern. Das 39-Millionen-Euro-Projekt soll die Versorgungssicherheit der österreichischen Hauptstadt angesichts des anhaltenden Bevölkerungswachstums gewährleisten.
Die neue Transportleitung wird vom Haspingerplatz über die Frauenstiftgasse und Baumergasse entlang der Brünner Straße bis zum Wasserbehälter Bisamberg beim Wolfersgrünweg verlegt. Mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern (DN 800) gehört sie zu den großkalibrigen Leitungen, die große Wassermengen durch das Stadtgebiet transportieren können.
"Die Transportleitungen sind die Schlagadern der Wiener Wasserversorgung", erklärt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky die Bedeutung des Projekts. "Durch diese Leitungen werden große Wassermengen im gesamten Stadtgebiet verteilt. Der Ausbau ist notwendig, um auch für künftige Generationen die beste und modernste Wasserversorgung zu gewährleisten."
Das Floridsdorfer Projekt ist Teil einer größeren Bauoffensive der Stadt Wien, mit der die Wasserversorgung zukunftsfit gemacht wird. Jährlich investiert die Bundeshauptstadt rund 130 Millionen Euro in die Wasser-Infrastruktur. Diese Investitionen sind angesichts des kontinuierlichen Bevölkerungswachstums Wiens von strategischer Bedeutung.
Besonders die nördlichen Stadtgebiete profitieren von der neuen Leitung. Durch die zusätzlichen Transportkapazitäten wird die Versorgungssicherheit dieser Bereiche erheblich verbessert und gleichzeitig Vorsorge für künftige Stadterweiterungen getroffen.
Die Bauarbeiten sind in mehrere Phasen gegliedert und beginnen am 23. März 2026. Der erste Bauabschnitt umfasst den Haspingerplatz und die Frauenstiftgasse von der Jedlersdorfer Straße bis zur Baumergasse und soll bis Sommer 2026 abgeschlossen werden.
Parallel dazu startet Ende März 2026 der aufwendigste Teil des Projekts: die Rohrlegung in der Brünner Straße. Diese Phase erstreckt sich von der Wannemachergasse bis zum Wolfersgrünweg und wird voraussichtlich bis Herbst 2027 dauern. Trotz der umfangreichen Arbeiten wird laut Stadtplanung in nahezu jeder Bauphase mindestens ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung zur Verfügung stehen.
Die finalen Arbeiten finden von Oktober 2027 bis Herbst 2028 statt und umfassen den Wolfersgrünweg sowie Restarbeiten in der Baumergasse und Wannemachergasse. Mit der Fertigstellung im Herbst 2028 wird Wien über eine der modernsten Wasserversorgungsinfrastrukturen Europas verfügen.
Während der gesamten Bauzeit müssen sich Anrainer und Verkehrsteilnehmer auf Einschränkungen einstellen. Die Stadt Wien hat jedoch angekündigt, dass die Arbeiten abschnittsweise erfolgen, um die Belastungen so gering wie möglich zu halten.
Besonders in der stark befahrenen Brünner Straße werden umfangreiche Verkehrsmaßnahmen notwendig sein. Die Stadtplanung hat jedoch zugesichert, dass auch während der intensivsten Bauphasen der Verkehrsfluss aufrechterhalten wird.
Das Floridsdorfer Projekt ist ein Baustein in Wiens langfristiger Strategie zur Sicherung der Wasserversorgung. Angesichts des Klimawandels und des anhaltenden Bevölkerungswachstums gewinnen solche Infrastrukturprojekte zunehmend an Bedeutung.
Wien zählt bereits heute zu den Städten mit der besten Trinkwasserqualität weltweit. Die neuen Investitionen sollen sicherstellen, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Die Transportleitung in Floridsdorf wird dabei eine Schlüsselrolle für die Versorgung der nördlichen Stadtbezirke spielen.
Die neue Transportleitung wird mit modernster Technologie ausgestattet. Der Durchmesser von 80 Zentimetern ermöglicht den Transport großer Wassermengen bei optimalem Druck. Dies verbessert nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern erhöht auch die Effizienz des gesamten Wassersystems.
Das Projekt unterstreicht Wiens Engagement für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Durch die vorausschauende Planung wird verhindert, dass in Zukunft aufwendige Nachbesserungen notwendig werden. Die Investition von 39 Millionen Euro ist somit eine Investition in die Zukunftsfähigkeit der Stadt.
Mit der Fertigstellung der neuen Transportleitung wird Floridsdorf über eine der modernsten Wasserversorgungsinfrastrukturen verfügen und als Vorbild für andere Stadtteile dienen können.