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Mietbremsen entlasten 1,1 Millionen Haushalte ab April

AK-Erfolg: Mieter sparen bis zu 113 Euro monatlich durch neue Regelungen

23. März 2026 um 09:01
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Ab April greifen erstmals beide mietbremsenden Gesetze und entlasten österreichische Mieter. Ein neuer AK-Rechner hilft bei der Berechnung.

Ab 1. April 2026 greifen erstmals die beiden mietbremsenden Gesetze vom Dezember 2025 und entlasten rund 1,1 Millionen Haushalte in Österreich. Die Arbeiterkammer sieht dies als AK-Erfolg.

Doppelte Entlastung für Mieter

In etwa 470.000 privaten Mietwohnungen werden die ungeregelten Mieten ab April erstmals durch das Mietenwertsicherungsgesetz gebremst. Die geregelten Mieten in rund 340.000 privaten Altbauwohnungen und etwa 280.000 kommunalen Mietwohnungen werden ebenfalls ab April erneut deutlich gebremst – aufgrund des fünften Mietrechtlichen Inflationsgesetzes (MILG).

Bei den geregelten Mieten in privaten Altbauten und kommunalen Mietwohnungen sind durch die insgesamt drei Mietbremsen seit 2023 monatliche Ersparnisse von bis zu 113 Euro möglich.

Entstehungsgeschichte der Mietbremsen

In der Teuerungskrise ab 2022 haben AK und Mieterschutzorganisationen die Preis-Mieten-Spirale kritisiert und sich für Preisbremsen eingesetzt. Im Jahr 2023 hat die damals amtierende Regierung reagiert. Im dritten MILG war vorgesehen, dass die Richtwerte im Jahr 2025 nur um maximal fünf Prozent erhöht werden dürfen – das hat die aktuelle Regierung mit dem vierten MILG vollständig ausgesetzt. Das fünfte MILG vom Dezember 2025 beschränkt die nun bevorstehende Erhöhung der Richtwerte abermals auf ein Prozent. Das Mietenwertsicherungsgesetz vom Dezember 2025 beschränkt erstmals die ungeregelten Mieten.

Konkrete Zahlen: So stark wirkt die Bremse

Ab 1. April werden die mietrechtlichen Richtwerte um ein Prozent erhöht. Am Beispiel des Wiener Richtwerts: Er steigt von 6,67 auf 6,74 Euro. Ohne die drei Mietbremsen würde der Wiener Richtwert mit April bereits auf 7,67 Euro steigen. Das entspricht einem Unterschied von 1,00 Euro bzw. 14,9 Prozent gegenüber 2023. Das gesetzliche Limit von einem Prozent gilt auch für die Richtwerte in den anderen Bundesländern.

Ersparnisse variieren je nach Bundesland

Wiener Gemeindebau

Für eine durchschnittliche 60 Quadratmeter große Gemeindewohnung, die zum Richtwert vermietet ist, berechnet die AK eine Ersparnis von 61 Euro im Monat (inklusive Umsatzsteuer), das sind etwa 740 Euro pro Jahr. Im Wiener Gemeindebau sind rund 100.000 Wohnungen zum Richtwert vermietet.

Private Altbauwohnungen

Bei privaten Altbauwohnungen, die zum Richtwert ohne Zuschläge vermietet sind, ergeben sich je nach Bundesland unterschiedliche Ersparnisse für eine durchschnittliche 72 Quadratmeter große Wohnung:

  • Wien: 74 Euro pro Monat, etwa 890 Euro pro Jahr
  • Steiermark: 96 Euro pro Monat, rund 1.150 Euro pro Jahr
  • Vorarlberg: 113 Euro pro Monat, fast 1.360 Euro pro Jahr

Neuer Service: AK Mietpreisbremse-Rechner

Die AK hat für ihre Mitglieder einen Mietpreisbremse-Rechner veröffentlicht. Mit dem Rechner können Mitglieder berechnen, wie stark die Miete 2026 durch die Mietpreisbremse höchstens steigen darf. Die AK weist darauf hin, dass die Mietpreisbremse erstmals direkt in die vertragliche Wertsicherung von Mieten eingreift.

Langfristige Forderungen der AK

Die AK fordert ein modernes, klares Mietrecht mit transparenten Mietzinsobergrenzen. Befristungen sollen abgeschafft werden, Ausnahmen sollen für Privatpersonen gelten. Zudem fordert die AK strengere Sanktionen gegen Mietwucher.

Schlagworte

#Mietbremse#Arbeiterkammer#Wohnen#Miete#Österreich

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