Kinder- und Jugendparlament entwickelt konkrete Maßnahmen für Wien
Beim Wiener Kinder- und Jugendparlament bringen 300 junge Menschen ihre Ideen direkt in die Stadtpolitik ein.
Wien setzt auf die Stimme der Jugend: 300 junge Wienerinnen und Wiener gestalten derzeit aktiv die Zukunft ihrer Stadt mit. Im Rahmen des Wiener Kinder- und Jugendparlaments 2025/26 bringen sie ihre Ideen, Forderungen und Perspektiven in direkten Dialog mit Stadträtinnen und politischen Vertretern ein. Das Ziel ist ambitioniert: Wien soll zur kinder- und jugendfreundlichsten Stadt der Welt werden.
Die Dialogveranstaltungen laufen bereits seit Anfang März. Am 19. März fand das Jugendparlament im Wiener Rathaus statt, wo die jungen Delegierten ihre ausgearbeiteten Ideen und Vorschläge den Stadtpolitikerinnen präsentierten. Die Jugendlichen forderten dabei politische Stellungnahmen zu zentralen Themen ihres Lebensalltags ein.
In den Ausschüssen waren Vertreterinnen aller Geschäftsgruppen der Stadtregierung anwesend.
Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling sagte: „Demokratie lebt davon, dass junge Menschen ihre Ideen einbringen und erleben, dass ihre Stimme gehört wird. Wenn wir politische Entscheidungen für Kinder und Jugendliche treffen, müssen wir ihnen zuhören, ihre Perspektiven ernst nehmen und ihre Erfahrungen einbeziehen. Beim Kinder- und Jugendparlament diskutieren Jugendliche ihre Vorschläge direkt mit der Stadtpolitik – so wie heute im Rathaus. Die Schülerinnen und Schüler haben sehr konkrete und durchdachte Ideen für Schule und Bildung eingebracht. Genau diese Perspektiven brauchen wir, um Wien gemeinsam weiterzuentwickeln und die Kinder- und Jugendstrategie mit Leben zu füllen. Denn mit der Kinder- und Jugendstrategie 2025–2030 hat sich Wien das Ziel gesetzt, die kinder- und jugendfreundlichste Stadt der Welt zu werden.“
Astrid Pany, SPÖ-Fraktionsvorsitzende und Bildungssprecherin, sagte: „Gute Bildung entsteht nicht über die Köpfe junger Menschen hinweg, sondern mit ihnen gemeinsam. Wenn Schüler*innen ihre Ideen so klar, klug und alltagsnah einbringen, dann zeigt das, wie viel politische Kraft in echter Beteiligung steckt. Für uns als Sozialdemokrat*innen ist klar: Wer Wien noch lebenswerter und gerechter gestalten will, muss Kindern und Jugendlichen zuhören, ihre Anliegen ernst nehmen und ihre Vorschläge in konkrete Verbesserungen für Schule und Alltag übersetzen.“
In mehreren Arbeitstreffen – begleitet vom Team WIENXTRA-Junges Wien, professionellen Workshopleiter*innen und Expert*innen aus der Wiener Stadtverwaltung – entwickelten die Jugendlichen drei konkrete Maßnahmenideen, die gemeinsam mit der Stadtpolitik diskutiert wurden.
Die Forderung nach mehr praktischen Alltagsskills im Unterricht wurde genannt.
Unter den Ideen sind sichere und grüne Fußwege.
Weitere Ideen umfassen die Einführung eines Demokratiewettbewerbs für junge Menschen sowie Unterstützungsangebote im Bereich der mentalen Gesundheit. Ebenso wurden Präventionsmaßnahmen gegen sexualisierte Gewalt genannt.
Das aktuelle Kinder- und Jugendparlament baut auf der im September vom Gemeinderat beschlossenen Wiener Kinder- und Jugendstrategie 2025–2030 auf. Seit November 2025 arbeiten die jungen Delegierten daran, die Ziele der Strategie mit konkreten Ideen zu füllen. In Ausschüssen beschäftigen sie sich mit den acht Themenfeldern der Strategie – von Bildung und Freizeit über Klima und Gleichstellung bis hin zu Beteiligung und Stadtentwicklung.
Gemeinsam mit dem Team von WIENXTRA-Junges Wien sowie Expert*innen der Wiener Stadtverwaltung entwickeln sie daraus Maßnahmen und Handlungsempfehlungen, die in die Arbeit der Stadt einfließen sollen.
Noch bis April 2026 finden weitere Dialogtermine mit Vertreter*innen der Wiener Stadtpolitik statt. Beim Abschlussplenum am 23. April 2026 im Wiener Rathaus übergeben die jungen Parlamentarier*innen die 15 Maßnahmen und Handlungsempfehlungen an die Wiener Stadtpolitik.