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Pflegebonus in Salzburg bis 2028 gesichert

Gewerkschaftlicher Erfolg nach monatelangen Verhandlungen mit Landeshauptfrau Edtstadler

19. März 2026 um 16:20
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Nach intensiven Verhandlungen ist der Pflegebonus in Salzburg bis 2028 fixiert. Die Gewerkschaft sieht dies als wichtigen Erfolg für die Pflege.

Ein wichtiger Meilenstein für die Pflegekräfte in Salzburg: Der Pflegebonus bleibt bis 2028 bestehen. Nach monatelangen Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) und der Salzburger Landesregierung konnte eine nachhaltige Lösung erzielt werden, die den Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich Planungssicherheit gibt.

Gewerkschaftliche Verhandlungen führten zum Erfolg

"Das Ergebnis wurde im Rahmen der Sozialpartnerschaft erarbeitet und zeigt, was möglich ist, wenn konsequent, sachlich und mit Nachdruck verhandelt wird", betonen die GÖD-Gesundheitsgewerkschaft und die GÖD Salzburg in einer gemeinsamen Stellungnahme. Die Verhandlungen fanden größtenteils abseits der Öffentlichkeit statt und erstreckten sich über mehrere Monate.

Reinhard Waldhör, Vorsitzender der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft, zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis: "Der Pflegebonus ist jetzt wieder in einheitlicher Struktur in ganz Österreich bis 2028 gesichert." Gleichzeitig dankte er Landeshauptfrau Karoline Edtstadler für die konstruktiven Gespräche, auch angesichts der schwierigen budgetären Situation des Landes.

Demonstration im Herbst als Wendepunkt

Den Anstoß für die erfolgreichen Verhandlungen gab eine Demonstration der Pflegekräfte im Herbst in Salzburg. "Mit einer Demonstration in Salzburg haben die Beschäftigten deutlich auf ihre Situation aufmerksam gemacht und den notwendigen Druck aufgebaut", heißt es in der Stellungnahme der Gewerkschaft.

Diese öffentliche Meinungsäußerung war der Ausgangspunkt für intensive Verhandlungen, die sowohl im direkten Austausch mit Landeshauptfrau Edtstadler als auch in den Arbeitsgruppen rund um den Salzburger Pflegebeauftragten Karl Schwaiger geführt wurden.

Planungssicherheit für Pflegekräfte

Gertraud Salzmann, Vorsitzende der GÖD Salzburg, betont die Bedeutung der Einigung: "Wir wollen den Pflegebonus gemeinsam sichern und ihn bestenfalls mit einer nachhaltigen Lösung über 2028 hinaus beibehalten." Die Fortsetzung des Pflegebonus schaffe nicht nur finanzielle Planungssicherheit, sondern sei auch ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für die Pflegekräfte.

"Pflege ist Daseinsvorsorge und daher im Interesse aller", unterstreicht Salzmann. Die Einigung zeige, dass konstruktiver Dialog und offene Verhandlungen zu tragfähigen Lösungen führen können.

Bundesweite Einheitlichkeit erreicht

Ein wichtiger Aspekt der Salzburger Lösung ist die Wiederherstellung der bundesweiten Einheitlichkeit beim Pflegebonus. Nachdem verschiedene Bundesländer unterschiedliche Wege eingeschlagen hatten, ist nun wieder eine österreichweit einheitliche Struktur bis 2028 gesichert.

Dies erleichtert nicht nur die Verwaltung, sondern sorgt auch für Gerechtigkeit zwischen den Pflegekräften in verschiedenen Bundesländern. "Jene, die tagtäglich einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft leisten", sollen gleich behandelt werden, so die Gewerkschaftsvertreter.

Herausforderungen im Pflegebereich

Trotz des Erfolgs bei der Sicherung des Pflegebonus bleiben die grundlegenden Herausforderungen im Pflegebereich bestehen. Die Beschäftigten sind "mit einer stetig steigenden Arbeitsbelastung konfrontiert", wie Waldhör betont. Der Pflegebonus ist daher nur ein Baustein zur Verbesserung der Situation.

Die demografische Entwicklung und der zunehmende Pflegebedarf stellen das Gesundheitssystem vor große Aufgaben. Gleichzeitig herrscht in vielen Bereichen Personalmangel, was die Belastung für die vorhandenen Kräfte zusätzlich erhöht.

Forderung an die Bundesregierung

Die Gewerkschaft sieht nun die Bundesregierung in der Pflicht, weiterführende Lösungen zu entwickeln. "Die Bundesregierung ist gefordert: Sie muss weiterführende Lösungen finden – im Sinne der Beschäftigten in den Gesundheitsberufen", fordert Waldhör.

Die GÖD steht für weitere Gespräche zur Verfügung und will den eingeschlagenen Weg fortsetzen. "Wir sehen darin einen klaren Auftrag, diesen Weg weiterzugehen und uns auch künftig mit Nachdruck für die Interessen der Beschäftigten einzusetzen", betonen die Gewerkschaftsvertreter.

Bedeutung der Sozialpartnerschaft

Der Erfolg in Salzburg wird als Beweis dafür gesehen, dass die österreichische Sozialpartnerschaft auch in schwierigen Zeiten funktioniert. "Gleichzeitig zeigt dieses Ergebnis, dass Sozialpartnerschaft funktioniert – auch abseits des Rampenlichts", heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme.

Die monatelangen Verhandlungen, die größtenteils ohne öffentliche Aufmerksamkeit geführt wurden, zeigen die Stärke des österreichischen Systems der Sozialpartnerschaft. Durch sachliche Verhandlungen und konstruktiven Dialog konnten tragfähige Lösungen gefunden werden.

Ausblick auf die Zukunft

Mit der Sicherung des Pflegebonus bis 2028 ist ein wichtiger Schritt getan, aber die Arbeit geht weiter. Die Gewerkschaft will bereits jetzt Lösungen für die Zeit nach 2028 entwickeln und den Dialog mit allen Beteiligten fortsetzen.

"Wir wollen den Pflegebonus bestenfalls mit einer nachhaltigen Lösung über 2028 hinaus beibehalten", gibt Salzmann als Ziel aus. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob es gelingt, nicht nur den Pflegebonus zu erhalten, sondern auch strukturelle Verbesserungen im Pflegebereich zu erreichen.

Die Einigung in Salzburg könnte dabei als Vorbild für andere Verhandlungen dienen und zeigen, dass auch in schwierigen budgetären Zeiten Lösungen möglich sind, wenn alle Beteiligten konstruktiv zusammenarbeiten.

Schlagworte

#Pflegebonus#Salzburg#Gewerkschaft#Pflege#Gesundheit

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