Spatenstich für moderne psychiatrische Versorgung mit 120 Betten
Der Wiener Gesundheitsverbund erweitert die psychiatrische Versorgung in der Klinik Favoriten erheblich und schafft erstmals 40 Betten für Kinder.
Mit dem Spatenstich für die neue Psychiatrie in der Klinik Favoriten hat der Wiener Gesundheitsverbund einen weiteren wichtigen Schritt im größten Modernisierungsprogramm seiner Geschichte gesetzt. Der Neubau schafft bis 2029 zusätzliche Kapazitäten für die psychiatrische Versorgung und verbindet moderne Architektur mit therapeutischen Konzepten.
Der Neubau wird die psychiatrische Versorgung am Standort Favoriten erweitern. Derzeit stehen in der Klinik Favoriten 44 Betten für psychiatrische Patient*innen zur Verfügung. Künftig werden es insgesamt 120 Betten sein – davon 80 für die Erwachsenenpsychiatrie und erstmals 40 für eine Kinder- und Jugendpsychiatrie. Aktuell erfolgen am Standort rund 1.000 stationäre Aufnahmen und etwa 3.500 Ambulanzkontakte pro Jahr, heißt es vom Wiener Gesundheitsverbund.
Die neue Psychiatrie umfasst rund 20.500 m² Netto-Grundrissfläche auf insgesamt sechs Ebenen. Rund 50.000 Kubikmeter Baugrubenaushub werden bewegt und etwa 9.000 Tonnen Abbruchmaterial fallen an. Sämtliches Abbruchmaterial wird sortenrein entsorgt, heißt es in den Projektangaben.
Neben Stationen für die psychiatrische Behandlung entstehen Ambulanzen, Tageskliniken sowie Therapie- und Aufenthaltsbereiche. Großzügige Außenflächen, Dachterrassen, Bewegungs- und Begegnungsbereiche sind geplant. Auch eine Heilstättenschule wird integriert, damit junge Patient*innen während ihres Aufenthalts am schulischen Unterricht teilnehmen können.
Die Erwachsenenpsychiatrie wird künftig vier spezialisierte Stationen mit jeweils 20 Betten umfassen: eine Transitionspsychiatrie für junge Erwachsene, eine Erwachsenenpsychiatrie bis 65 Jahre, eine Alterspsychiatrie sowie eine Station für Akutpsychosomatik.
Derzeit arbeiten rund 60 Vollzeitäquivalente in der psychiatrischen Versorgung am Standort. Künftig sollen es dank einer Ausbildungs-Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien über 200 Vollzeitäquivalente sein.