Auszeichnung für menschenzentrierte Digitalisierung in Wien vergeben
Die Stadt Wien, der Verein Alles Clara und Gymnasium-Direktor Horst Eichinger wurden für ethische Digitalisierungsprojekte ausgezeichnet.
Bei der zweiten Verleihung der "Digitaler Humanismus in der Praxis"-Awards im ORF-Zentrum am Küniglberg wurden Projekte, Persönlichkeiten und Organisationen ausgezeichnet, die digitalen Wandel mit ethischen Werten verbinden.
Den Hauptpreis in der Kategorie "Projekt" gewann WienKI von der IT-Abteilung der Stadt Wien (MA 01 - Wien Digital). Die Plattform unterstützt Mitarbeitende der Stadt Wien in ihrer täglichen Arbeit und verbessert gleichzeitig den Service für Bürger:innen. Die OTS nennt außerdem konsequenten Datenschutz, den Einsatz von Open-Source-Technologien und dass WienKI als Bestandteil der Digitalen Agenda 2030 dem Leitmotiv "Menschen an erster Stelle" folgt. Die Jury hob die Orientierung an den Prinzipien des Digitalen Humanismus und die bereits spürbare Wirkung in der Stadtverwaltung hervor.
In der Kategorie "Organisationen" erhielt der Verein Alles Clara die Auszeichnung. Die App vernetzt Pflege, Wissenschaft, öffentliche Hand und Privatwirtschaft und macht bestehendes Wissen sowie Angebote digital zugänglich. Im Mittelpunkt steht ein personenzentrierter Ansatz, der die Bedürfnisse der Beteiligten einbezieht.
Als "Digitaler Humanismus Persönlichkeit des Jahres" wurde Horst Eichinger, Direktor des Gymnasiums Stubenbastei, ausgezeichnet. Laut OTS hat er als einer der ersten in Österreich ein Wahlpflichtfach zu Künstlicher Intelligenz und Digitalem Humanismus ins Schulleben gebracht und setzt sich dafür ein, junge Menschen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Technologie zu sensibilisieren.
Die Jury vergab drei Sonder-Awards für Digitaler-Humanismus-Konzepte im Unterricht: Counter Speech - Young Citizens Against Online Hate (Einsatz von KI gegen Online-Hatespeech), NewsDeconstructed (ein KI-Tool zur Stärkung der Medienkompetenz) und FIVE – Fitspiration Image Verification (Aufklärung über Bildmanipulationen in sozialen Medien).
Insgesamt gab es 40 Einreichungen. Die Beiträge wurden in den drei Kategorien Projekte, Organisationen und Personen eingereicht; nach einer ersten Bewertungsrunde wählte die Jury in jeder Kategorie drei Shortlist-Kandidaten. "Viele Projekte berühren das Thema KI und digitaler Humanismus in hoher Qualität und mit großer Kreativität", so Erich Prem, wissenschaftlicher Leiter des Awards.
Dr. Georg Krause, Initiator des Awards und CEO der msg Plaut AG, erklärte: "Was wir heute Abend erleben durften, ist mehr als eine Preisverleihung. Es ist ein Bekenntnis, dass Digitalisierung im Dienst der Menschen stehen kann und muss." Roland Ledinger, Präsident der Austrian Digital Value (ADV) und Geschäftsführer des Bundesrechenzentrums, sagte, Digitaler Humanismus entwickle sich zunehmend zu einem Leitprinzip für die Umsetzung in Unternehmen und Verwaltung.
Die Awards wurden gemeinsam von msg Plaut, Austrian Digital Value (ADV) und dem Verein zur Förderung des digitalen Humanismus vergeben. Hochauflösendes Bildmaterial zur Aussendung findet sich in der APA Fotogalerie.