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Lebensretter erhält „eigene

Markus Mittermüller rettete mit Handy-Notruf einem 72-Jährigen das Leben

19. März 2026 um 10:40
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Nach heroischer Lebensrettung am Hochficht wird Mobilfunkstation nach Ersthelfer Markus Mittermüller benannt. Bereits die dritte solche Würdigung.

Eine besondere Ehrung wurde kürzlich am Hochficht in Oberösterreich vorgenommen: Die Mobilfunkstation auf dem Dach des "Gasthaus zum Überleben" trägt nun offiziell den Namen von Markus Mittermüller – jenem Mann, der am 10. Dezember 2024 durch seinen beherzten Einsatz einem Skifahrer das Leben rettete.

Dramatische Rettungsaktion am Hochficht

Die Geschichte nahm ihren Anfang an einem Wintertag im Dezember 2024. Der heute 72-jährige Rudi Pfoser war am Hochficht beim Skifahren, als er plötzlich einen Herzstillstand erlitt. In dieser kritischen Situation wurde Markus Mittermüller, der damals an der Talstation tätig war, zum Lebensretter.

Ohne zu zögern griff Mittermüller zu seinem Handy und alarmierte über die Notrufnummer 144 sowohl das Rote Kreuz als auch die ÖAMTC Flugrettung. Doch damit nicht genug: Gemeinsam mit weiteren Ersthelfern leistete er unter telefonischer Anleitung des Roten Kreuzes in den ersten kritischen Minuten Erste Hilfe, bis professionelle Hilfe eintraf.

Die Sanitäter und der Rettungshubschrauber Christophorus 10 konnten den 72-Jährigen schließlich erfolgreich versorgen und ins Krankenhaus bringen. Rudi Pfoser überlebte dank des schnellen und kompetenten Eingreifens der Ersthelfer.

Symbolträchtige Würdigung

Das Forum Mobilkommunikation (FMK) entschied sich für eine besondere Form der Anerkennung: Die Mobilfunkstation, über die der lebensrettende Notruf abgewickelt wurde, erhielt eine Widmungstafel mit Mittermüllers Namen. Die symbolische Bedeutung dieser Geste ist durchaus beabsichtigt.

"Sie soll nicht nur an die Lebensrettung am 10. Dezember 2024 erinnern, sondern auch verdeutlichen, dass jede einzelne Mobilfunkstation Leben retten kann", erklärte das FMK zu der Initiative. Die Station befindet sich auf dem Dach des treffend benannten "Gasthaus zum Überleben" und dient nun als Mahnmal für die Wichtigkeit der Mobilfunk-Infrastruktur in Notfällen.

Emotionale Begegnung bei der Einweihung

Bei der Einweihung der Widmungstafel kam es zu einer besonders herzlichen Begegnung zwischen dem geretteten Rudi Pfoser und seinem Lebensretter Markus Mittermüller. Die Veranstaltung wurde zu einem besonderen Moment der Dankbarkeit und Verbundenheit.

Anwesend waren nicht nur Freunde von Pfoser, sondern auch die Notfallsanitäter des Roten Kreuzes, die an der Rettungsaktion beteiligt waren. Transportführer Stefan Wagner und der Hubschrauberpilot Johannes Schöffl von der ÖAMTC Flugrettung würdigten mit ihrer Anwesenheit den Einsatz aller Beteiligten.

Die Widmungsurkunde wurde Markus Mittermüller von FMK-Präsident Volker Libovsky überreicht, der gleichzeitig CTIO von Magenta Telekom ist. Anwesend war auch Gernot Rasch, Senior Director Austria von EuroTeleSites, dem Unternehmen, das den Mobilfunkstandort betreibt.

Teil einer größeren Initiative

Die Ehrung von Markus Mittermüller ist kein Einzelfall. Bereits zum dritten Mal wurde in Österreich eine Mobilfunkstation einem Lebensretter gewidmet. Diese Tradition begann 2024 mit der Würdigung von Matteo Eichinger und wurde 2025 mit einer Station für Tristan Trigler fortgesetzt. Alle drei Personen vereint, dass sie durch das rechtzeitige Absetzen eines Notrufs über ihr Handy Menschenleben retteten.

Bedeutung der Mobilfunk-Infrastruktur

Diese Würdigungen unterstreichen die lebenswichtige Bedeutung einer flächendeckenden Mobilfunk-Infrastruktur. Gerade in abgelegenen Gebieten wie dem Hochficht können Mobilfunkstationen den entscheidenden Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.

Das Forum Mobilkommunikation nutzt diese Geschichten, um auf die Wichtigkeit des kontinuierlichen Ausbaus des Mobilfunknetzes hinzuweisen. Jede Station kann im Notfall zur Lebensretterin werden, wie die Ereignisse am Hochficht eindrucksvoll beweisen.

Erste Hilfe rettet Leben

Der Fall von Rudi Pfoser zeigt auch die Bedeutung von Erste-Hilfe-Kenntnissen auf. Die telefonische Anleitung durch das Rote Kreuz ermöglichte es den Ersthelfern vor Ort, professionell zu reagieren und die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu überbrücken.

Besonders bemerkenswert ist die Koordination zwischen verschiedenen Rettungsorganisationen: Das Rote Kreuz übernahm die medizinische Erstversorgung, während die ÖAMTC Flugrettung mit dem Hubschrauber Christophorus 10 für den schnellen Transport ins Krankenhaus sorgte.

Technologie im Dienste der Menschlichkeit

Die Geschichte von Markus Mittermüller und Rudi Pfoser ist ein perfektes Beispiel dafür, wie moderne Technologie im Dienste der Menschlichkeit stehen kann. Ein einfaches Handy, eine Mobilfunkstation und die richtige Reaktion eines aufmerksamen Menschen – mehr brauchte es nicht, um ein Leben zu retten.

Die Widmung der Mobilfunkstation am "Gasthaus zum Überleben" wird künftig alle Besucher des Hochfichts an diese bemerkenswerte Rettungsgeschichte erinnern. Sie steht symbolisch für die vielen unbesungenen Helden, die in Notfällen beherzt eingreifen und damit Menschenleben retten.

Für Markus Mittermüller ist die Ehrung sicherlich eine schöne Anerkennung, doch das Wichtigste bleibt: Rudi Pfoser lebt und kann seine Zeit mit Familie und Freunden weiter genießen – dank eines mutigen Mannes, der im richtigen Moment das Richtige tat.

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