Österreichischer Faserhersteller setzt auf Transformation und nachhaltigen Impact
Die Lenzing AG veröffentlicht ihren Jahres- und Nachhaltigkeitsbericht 2025 und zeigt Fortschritte bei Innovation und Umweltschutz.
Die oberösterreichische Lenzing AG, führender Hersteller von zellulosbasierten Fasern, hat ihren kombinierten Jahres- und Nachhaltigkeitsbericht für 2025 unter dem Titel "Lead Transformation – Generate Impact" veröffentlicht. Der Bericht dokumentiert die Fortschritte des Unternehmens in den Bereichen Nachhaltigkeit, Innovation und Kreislaufwirtschaft.
"2025 war ein herausforderndes Jahr, in dem wir als Lenzing-Gruppe die Stärke und Einheit unseres Unternehmens unter Beweis gestellt haben", erklärte der Vorstand bestehend aus Mathias Breuer (CFO), Christian Skilich (CPO/CTO) und Georg Kasperkovitz (COO). Das Unternehmen konnte trotz schwieriger Marktbedingungen seine Performance verbessern und sich strategisch für die Zukunft positionieren.
Mit einem Umsatz von 2,60 Milliarden Euro, einer nominalen Faserkapazität von 1.110.000 Tonnen und 7.738 Vollzeitäquivalenten bleibt Lenzing ein bedeutender Player in der globalen Textilindustrie.
Im Bereich der Produktinnovation konnte Lenzing 2025 mehrere bedeutende Fortschritte verzeichnen. Das erweiterte LENZING™ Lyocell Fill Faserportfolio bietet verbesserte Wärmeisolation, optimiertes Feuchtigkeitsmanagement und erhöhte Dimensionsstabilität.
Eine neue Generation von VEOCEL™ Lyocell-Fasern steigert die Reinigungseffizienz von Feuchttüchern und stellt eine nachhaltige Alternative zu erdölbasierten Materialien dar – sogar in Anwendungen wie der Desinfektion. Mit TENCEL™ Lyocell HV100 Fasern ermöglicht Lenzing durch die Variocut-Technologie natürliche, matte Texturen für Denim.
Gemeinsam mit Edgewell führte Lenzing erstmals Hygieneprodukte mit VEOCEL™ Lyocell-Fasern auf dem nordamerikanischen Markt ein. Diese Anwendungen zeigen, dass biobasierte Materialien überlegene Leistung bieten und zur Förderung der Bioökonomie beitragen können.
Externe Nachhaltigkeitsbewertungen bestätigten erneut Lenzings Führungsrolle in der verantwortlichen Faserproduktion. Mit der fünften aufeinanderfolgenden EcoVadis Platin-Bewertung rangiert Lenzing unter dem obersten einen Prozent aller weltweit bewerteten Unternehmen.
Zusätzlich sicherte sich das Unternehmen die Spitzenposition im Canopy Hot Button Report, dem Branchenmaßstab für verantwortliche Forstwirtschaft und transparente Lieferketten. Kombiniert mit der CDP-Bewertung "Triple A" für Klima, Wasser und Wälder sowie der "Low Risk"/ESG-Leader-Bewertung 2026 von Sustainalytics unterstreichen diese Erfolge Lenzings Position als globaler Maßstab.
Im Bereich Klimaschutz machte Lenzing weitere Fortschritte und verfolgte konsequent seine wissenschaftsbasierten Ziele. Das Unternehmen investierte in erneuerbare Energien, bezieht bereits 100 Prozent netzbasierten Ökostrom für sieben Standorte weltweit und erweiterte das Photovoltaiksystem am Standort Lenzing.
Technologische Entwicklungen und Kooperationsinitiativen beschleunigten den Transformationsprozess weiter. Zusammen mit Adidas und der Hochschule Niederrhein entwickelte Lenzing in einem Pilot- und Innovationsprojekt ein Recyclingverfahren, bei dem ein Pullover im geschlossenen Kreislauf aus recycelten Lyocell-Fasern hergestellt wurde.
Im EU-geförderten CELLFIL-Projekt arbeitet Lenzing an der Skalierung von Lyocell-Filamenten als Alternative zu synthetischen Fasern. Mit einer Investition von 15 Millionen Euro zur Erweiterung der Produktionskapazität von VEOCEL™ Viscostar-Fasern stärkt das Unternehmen seine Position in der Vliesstoffindustrie, insbesondere bei Damenhygieneanwendungen.
Lenzings Engagement in der Forschung wurde durch eine Top-3-Nominierung für den "Matilda Award" für Initiativen zur Förderung von Frauen bei Lenzing, insbesondere in der Forschung, anerkannt. Zusätzlich wurde der Lenzing Young Scientist Award an junge Forscher außerhalb des Unternehmens verliehen.
Mit gezielten Investitionen in Premiumisierung, Exzellenz, Innovation und Nachhaltigkeit stärkt Lenzing seine Position als führender Anbieter nachhaltiger, zellulosbasierter Premium-Fasern. Das Geschäftsmodell des Unternehmens geht weit über das eines traditionellen Faserproduzenten hinaus.
Gemeinsam mit Kunden und Partnern entwickelt Lenzing innovative Produkte entlang der Wertschöpfungskette und schafft Mehrwert für Verbraucher. Das Unternehmen strebt eine effiziente Nutzung und Verarbeitung aller Rohstoffe an und bietet Lösungen für den Übergang der Textilindustrie vom aktuellen linearen Wirtschaftssystem zu einer Kreislaufwirtschaft.
Um sein Engagement zur Begrenzung des menschengemachten Klimawandels mit den Zielen des Pariser Abkommens in Einklang zu bringen, verfügt Lenzing über einen klaren, wissenschaftsbasierten Klimaaktionsplan. Dieser sieht eine erhebliche Reduktion der Treibhausgasemissionen (Scope 1, 2 und 3) bis 2030 und ein Netto-Null-Ziel bis 2050 vor.
Die hochwertigen Fasern der Lenzing-Gruppe sind Rohstoff für eine breite Palette von Textilanwendungen – von funktioneller, komfortabler und modischer Kleidung bis hin zu langlebigen und nachhaltigen Heimtextilien. TÜV-zertifizierte biologisch abbaubare und kompostierbare Lenzing-Fasern eignen sich auch ideal für anspruchsvolle Anwendungen in alltäglichen Hygieneprodukten.
Die Marken TENCEL™, LENZING™ ECOVERO™, VEOCEL™, LENZING™ und REFIBRA™ sind eingetragene Warenzeichen der Lenzing AG und stehen für unterschiedliche Faserqualitäten und Anwendungsbereiche.
Als börsennotiertes Unternehmen an der Wiener Börse (ATX) mit Hauptsitz in Lenzing, Oberösterreich, setzt das Unternehmen seinen Transformationskurs fort. Die Kombination aus wirtschaftlichem Erfolg und Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft bleibt dabei der Leitgedanke.
Der digitale Nachhaltigkeitsbericht 2025 dokumentiert nicht nur die erreichten Meilensteine, sondern zeigt auch die strategische Ausrichtung für die kommenden Jahre. Mit seinem integrierten Ansatz aus Innovation, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft positioniert sich Lenzing als Vorreiter für die Transformation der globalen Textilindustrie.