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Fabasoft AG: Beteiligungsänderung bei österreichischem IT-Konzern

Tom Hiss und Ludic GmbH melden Stimmrechtsänderung von 5,06% auf 4,99%

18. März 2026 um 16:30
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Der Linzer Software-Spezialist Fabasoft AG vermeldet eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse durch Tom Hiss und die Ludic GmbH.

Die Fabasoft AG, einer der führenden österreichischen Software-Anbieter mit Sitz in Linz, hat am 18. März 2026 eine Stimmrechtsmitteilung gemäß § 135 Abs. 2 BörseG veröffentlicht. Die Mitteilung betrifft eine Änderung der Beteiligungsverhältnisse durch Tom Hiss und die von ihm kontrollierte Ludic GmbH.

Rückgang der Stimmrechtsanteile

Laut der offiziellen Meldung ist der Stimmrechtsanteil von Tom Hiss über die Ludic GmbH von zuvor 5,06% auf 4,99% gesunken. Die Schwellenberührung fand am 17. März 2026 statt, wobei sowohl Aktien verkauft als auch Finanzinstrumente (CFDs) erworben wurden.

Im Detail hält die Ludic GmbH nun 547.000 Stimmrechte direkt, was einem Anteil von 4,97% entspricht. Zusätzlich werden über Contracts for Difference (CFDs) weitere 2.000 Stimmrechte kontrolliert, die 0,02% der Gesamtstimmrechte ausmachen.

Struktur der Beteiligung

Die Beteiligungsstruktur zeigt eine klare Hierarchie: Tom Hiss kontrolliert als natürliche Person die Ludic GmbH, die wiederum die Fabasoft-Aktien hält. Diese Konstruktion ist bei Unternehmensbeteiligungen durchaus üblich und ermöglicht eine strukturierte Verwaltung größerer Aktienpakete.

Die Fabasoft AG verfügt über insgesamt 11 Millionen Stimmrechte, womit die Beteiligung der Ludic GmbH weiterhin eine bedeutende Position darstellt, auch wenn sie knapp unter die 5%-Schwelle gefallen ist.

Über die Fabasoft AG

Die Fabasoft AG mit Hauptsitz in der Honauerstraße 4 in Linz zählt zu den etablierten österreichischen Technologieunternehmen. Das Unternehmen ist im Bereich Enterprise-Content-Management und Cloud-Services tätig und entwickelt Software-Lösungen für die digitale Transformation von Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen.

Die Aktien der Fabasoft AG sind im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard notiert. Zusätzlich werden die Papiere im Freiverkehr an den Börsenplätzen Berlin, Stuttgart, München, Hamburg und Düsseldorf gehandelt.

Rechtliche Grundlagen der Meldung

Die Stimmrechtsmitteilung erfolgte gemäß den §§ 130 bis 134 des österreichischen Börsegesetzes 2018. Diese Bestimmungen verpflichten Investoren zur Offenlegung, wenn bestimmte Schwellenwerte bei Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen über- oder unterschritten werden.

Wichtige Schwellenwerte sind dabei 4%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 35%, 40%, 45% und 50% der Stimmrechte. Das österreichische Börsegesetz sieht vor, dass bei Verstößen gegen die Meldepflicht die Stimmrechte ruhen können, was die Bedeutung einer ordnungsgemäßen und zeitgerechten Meldung unterstreicht.

Marktrelevanz und Ausblick

Beteiligungsänderungen bei börsennotierten Unternehmen sind für Anleger von besonderem Interesse, da sie Hinweise auf die strategische Ausrichtung von Großinvestoren geben können. Der leichte Rückgang der Beteiligung von Tom Hiss könnte verschiedene Gründe haben – von Portfolio-Optimierung bis hin zu Liquiditätsbedarf.

Für die Fabasoft AG selbst dürfte die geringe Änderung der Beteiligungsstruktur operativ keine unmittelbaren Auswirkungen haben. Das Unternehmen kann weiterhin auf eine stabile Aktionärsbasis bauen, wobei die Ludic GmbH auch nach der Reduktion ein bedeutender Anteilseigner bleibt.

Transparenz am Kapitalmarkt

Die ordnungsgemäße Meldung der Beteiligungsänderung unterstreicht die Transparenz am österreichischen Kapitalmarkt. Durch die europaweit koordinierten Meldevorschriften erhalten Anleger zeitnah Informationen über wesentliche Änderungen in der Aktionärsstruktur börsennotierter Unternehmen.

Die Veröffentlichung erfolgte über den EQS News-Service, einen etablierten Kanal für Pflichtveröffentlichungen börsennotierter Unternehmen, was die professionelle Abwicklung der Meldepflichten dokumentiert.

Fazit

Die Stimmrechtsmitteilung der Fabasoft AG zeigt eine geringfügige, aber meldepflichtige Änderung der Beteiligungsverhältnisse. Tom Hiss bleibt über die Ludic GmbH ein bedeutender Aktionär des Linzer Software-Unternehmens, auch wenn der Anteil knapp unter die 5%-Schwelle gesunken ist. Für Investoren und Marktbeobachter ist dies ein weiteres Beispiel für die funktionierende Transparenz am österreichischen Kapitalmarkt.

Schlagworte

#Fabasoft AG#Stimmrechtsmitteilung#Tom Hiss#Ludic GmbH#Börsegesetz#Beteiligungsänderung#österreichische Börse#Software-Unternehmen#Linz#Kapitalmarkt

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