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EU Inc.: Neue Rechtsform soll Gründen in Europa revolutionieren

Österreichische EU-Abgeordnete begrüßen Online-Unternehmensgründung binnen 48 Stunden

18. März 2026
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Die EU-Kommission schlägt eine neue europaweite Rechtsform vor, die Start-ups das Gründen innerhalb von zwei Tagen ermöglichen soll.

Die ÖVP-Europaabgeordneten Lukas Mandl und Angelika Winzig begrüßen die neue Möglichkeit einer EU-weiten Rechtsform für Start-ups (EU Inc.), die eine Unternehmensgründung binnen 48 Stunden online überall in Europa ermöglichen soll. "Gründen muss einfacher und günstiger werden, damit wir das Potenzial des Binnenmarkts besser ausschöpfen können. Der Fleckerlteppich an Vorschriften für Gründer in Europa bremst uns gegenüber großen Mitbewerbern auf der Weltbühne", sagen Mandl und Winzig zu dem Gesetzesvorschlag, den die Kommission vorgelegt hat und vielfach unter dem Titel "28. Regime" beraten wurde.

Einheitliche Lösung für 27 verschiedene Rechtssysteme

Angelika Winzig weist darauf hin, dass Unternehmer, die in einen anderen EU-Mitgliedstaat expandieren wollen, derzeit vor 27 Rechtsordnungen und mehr als 60 verschiedenen Gesellschaftsformen stehen. Die EU Inc. soll eine gemeinsame Rechtsform neben den nationalen Rechtsordnungen schaffen.

Mandl: Chancen nutzen, Risiken vermeiden

Lukas Mandl, der die ÖVP im zuständigen Rechtsausschuss des Europaparlaments vertritt, sagt: „Die neue europäische Rechtsform für Unternehmen wird den Zusammenhalt im Binnenmarkt stärken. Es wird einfacher sein, ein Unternehmen zu gründen und europaweit sowie außerhalb Europas aktiv zu sein. Das wird neue Chancen eröffnen. Gleichzeitig müssen Risken vermieden werden. Gewachsene bewährte Rechtsformen in Mitgliedsstaaten, wie es sie etwa in Österreich gibt, dürfen nicht gefährdet werden. Und die neue Rechtsform löst nicht das Problem der Investitionslücke. Dafür braucht es einen stärkeren Kapital-Binnenmarkt und mehr Investitionsanreize.“

Winzig: Mittelstand als Hauptprofiteur

Angelika Winzig, Wirtschaftssprecherin der ÖVP im Europaparlament und selbst Unternehmerin, sagt: "Wer heute mit seinem Unternehmen in einen anderen EU-Mitgliedstaat expandieren will, steht vor 27 Rechtsordnungen und mehr als 60 verschiedenen Gesellschaftsformen. Das schreckt ab – vor allem den Mittelstand. Die EU Inc. löst genau dieses Problem: Eine Rechtsform, ein Regelwerk, gültig im gesamten Binnenmarkt. Gründen und Expandieren wird damit so einfach, wie es in einem echten Binnenmarkt sein sollte. Entscheidend ist jetzt, dass die EU Inc. auch in der Praxis hält, was sie auf dem Papier verspricht. Dafür werden wir im Europaparlament sorgen."

Die Abgeordneten begrüßen den von der Kommission vorgelegten Vorschlag und betonen, dass dessen konkrete Ausgestaltung Gegenstand der weiteren Beratung sein wird.

Schlagworte

#EU Inc#Unternehmensgründung#Binnenmarkt#Start-ups#ÖVP#Europaparlament

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