Gewerkschaft warnt vor Wiederholung der Fehler der Vorgängerregierung
Die Gewerkschaft PRO-GE begrüßt die geplante Spritpreisbremse und mahnt konsequentes Vorgehen gegen die Teuerung ein.
Die Gewerkschaft PRO-GE begrüßt die mit 1. April in Aussicht gestellte Spritpreisbremse. Reinhold Binder, Bundesvorsitzender der PRO-GE, betont die Dringlichkeit rascher Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und der Wirtschaft.
"Es sind in dieser Situation rasche Maßnahmen notwendig, um die Menschen und die Wirtschaft zu schützen. Exzessive Gewinnaufschläge müssen daher unterbunden, Benzin und Diesel an den Tankstellen wieder leistbarer und die Inflation auf einem niedrigen Niveau gehalten werden", erklärt Binder.
Die PRO-GE sieht besonders bei Treibstoffen und Energie die Gefahr sprunghafter Preisanstiege, gegen die konsequent vorgegangen werden müsse. Ohne entsprechende Gegenmaßnahmen drohe in den kommenden Monaten eine deutlich höhere Teuerungsrate als zu Jahresbeginn, warnt die Gewerkschaft.
Die OTS nennt den Iran-Krieg und die De-facto-Sperre der Straße von Hormus als Faktoren, die die Lage verschärfen können. Ebenso verweist die Gewerkschaft auf Einschätzungen, wonach sich laut Expert:innen die Kraftstoffpreise von der Entwicklung der Rohölpreise entkoppelt haben.
Binder kritisiert die Politik der schwarz-grünen Regierung: "Wir dürfen die Fehler der schwarz-grünen Regierung nicht wiederholen." Er führt aus, dass die Verweigerung von Preiseingriffen dazu geführt habe, dass Österreich eine hohe Teuerungsrate hatte, und dass die Zeche dafür über mehrere Jahre die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen gezahlt hätten.
Die PRO-GE warnt, dass hohe Treibstoff- und Energiekosten die Teuerung nach oben treiben und einen Wettbewerbsnachteil für die Wirtschaft darstellen können.
"Es gilt daher, mittels Preiseingriffen den heimischen Produktionsstandort und die Arbeitsplätze zu schützen", betont Binder.
Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Gangart bei der Inflationsbekämpfung. Die für April in Aussicht gestellte Spritpreisbremse bewertet die PRO-GE als einen wichtigen Schritt.