Wiener Landtagsabgeordneter erinnert an Gewalt gegen serbische Christen im Kosovo
20 Jahre nach den pogromartigen Ausschreitungen im Kosovo fordert die FPÖ Wien verstärkten Schutz für religiöse Minderheiten in Europa.
Der Wiener FPÖ-Landtagsabgeordnete Ilja Tufegdzic nutzte den heutigen Gedenktag an das Märzpogrom 2004 im Kosovo, um an die Opfer der damaligen Gewalt zu erinnern und ein verstärktes Engagement für den Schutz religiöser Minderheiten zu fordern.
Am 17. März 2004 wurden im Kosovo serbische Christen Ziel pogromartiger Ausschreitungen. Menschen wurden vertrieben, Häuser zerstört und zahlreiche orthodoxe Kirchen und Klöster verwüstet oder niedergebrannt.
Besonders dramatisch war die Zerstörung religiöser Kulturstätten. Zahlreiche orthodoxe Kirchen und Klöster, die teilweise jahrhundertealte Zeugnisse serbisch-orthodoxer Kultur und Geschichte darstellten, wurden verwüstet oder vollständig niedergebrannt.
"Der Schutz von Christen und anderen bedrohten Gruppen muss ein selbstverständlicher Teil europäischer Politik sein", forderte Tufegdzic. Er betonte, dass Gedenken auch Verantwortung bedeute: "Wir stehen in der Pflicht, solche Verbrechen klar zu benennen und alles zu tun, damit sich derartige Ereignisse nicht wiederholen."
Tufegdzic mahnte, die Erinnerung an die Ereignisse dürfe nicht in Vergessenheit geraten. "Europa darf hier nicht wegsehen", hieß es in seiner Stellungnahme.