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Neues Krebsforschungslabor in Graz eröffnet

Boehringer Ingelheim und Med Uni Graz entwickeln innovative Lungenkrebs-Therapien

17. März 2026 um 11:21
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Siebenjähriges Forschungsprogramm mit 3,2 Millionen Euro Budget soll neue Behandlungsmethoden gegen Lungenkrebs entwickeln.

Ein neues Christian-Doppler-Labor an der Medizinischen Universität Graz soll die Entwicklung innovativer Therapien gegen Lungenkrebs vorantreiben. Das Labor ist Teil eines siebenjährigen Forschungsprogramms, das über insgesamt 3,2 Millionen Euro finanziert wird.

Fokus auf nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom

Das neue Labor konzentriert sich auf das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC), die häufigste Form von Lungenkrebs. Trotz medizinischer Fortschritte bleibt Lungenkrebs weltweit die führende Ursache für krebsbedingte Todesfälle. Die Forscher untersuchen dabei den sogenannten immunogenen Zelltod – einen Mechanismus, der dem Immunsystem dabei hilft, Tumorzellen besser zu erkennen und gezielt anzugreifen.

Philipp Jost und Michael Dengler leiten das neue Christian-Doppler-Labor.

Herausforderungen in der aktuellen Krebstherapie

Moderne zielgerichtete Therapien und Immuntherapien zeigen bei NSCLC-Patienten häufig nur vorübergehende Wirkung. Rückfälle sind ein weit verbreitetes Problem, das die langfristigen Überlebenschancen verringert. Diese Tatsache unterstreicht den Bedarf an neuen Behandlungsansätzen.

Michael Dengler sagte, Ziel der Forschung sei es, Krebszellen so zu beeinflussen, dass sie vom Immunsystem leichter erkannt und bekämpft werden können.

Immunogener Zelltod als Forschungsgegenstand

Der Forschungsansatz basiert auf einem natürlichen Mechanismus des Körpers: Zellen verfügen über ein Programm, das aktiviert wird, wenn sie beschädigt sind oder nicht mehr benötigt werden. In Fällen des immunogenen Zelltods alarmieren sterbende Zellen das Immunsystem. Die Wissenschaftler wollen verstehen, wie und wann Lungenkrebszellen sterben und diese Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Therapien nutzen.

Starke politische Unterstützung

Das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) fördert das Projekt gemeinsam mit dem Industriepartner. Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer betonte die Bedeutung der Kooperation zwischen Wissenschaft und Industrie für Innovation und Wertschöpfung.

Optimale Forschungsumgebung in Graz

Das Labor befindet sich am Campus der Medizinischen Universität Graz in der Medical Science City Graz. Es profitiert von moderner Infrastruktur, interdisziplinärer Expertise sowie dem Zugang zu klinisch relevanten Proben aus der Biobank Graz.

Andrea Kurz, Rektorin der Medizinischen Universität Graz, erklärte, die Partnerschaft mit Boehringer Ingelheim stärke die Fähigkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse in therapeutische Ansätze zu überführen.

Boehringer Ingelheim als Partner

Boehringer Ingelheim steuert seine Onkologie-Forschung in der Region unter anderem aus Wien. Mark Paul Petronczki, Head of Oncology Research bei Boehringer Ingelheim, betonte die komplementären Stärken der Med Uni Graz und des Unternehmens in der Erforschung und Entwicklung neuer Krebsbehandlungsansätze.

Bewährtes Kooperationsmodell

Das Christian-Doppler-Labor folgt dem Modell der Christian Doppler Forschungsgesellschaft, das akademische Forschung mit industrieller Zusammenarbeit verbindet. Die Finanzierung des siebenjährigen Programms erfolgt je zur Hälfte durch Boehringer Ingelheim und die öffentliche Hand; das BMWET ist der wichtigste öffentliche Fördergeber.

Region und Institutionen

In der Region sind bei Boehringer Ingelheim insgesamt 4.940 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon 3.451 in Österreich.

Die Medizinische Universität Graz beschäftigt mehr als 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Wissenschaft und Verwaltung sowie rund 5.800 Studierende. Onkologie zählt zu ihren wichtigen Forschungsschwerpunkten.

Schlagworte

#Lungenkrebs#Krebsforschung#Boehringer Ingelheim#Med Uni Graz#Christian-Doppler-Labor#Onkologie#Immuntherapie#NSCLC

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