Zurück
OTS-MeldungWirtschaft und Finanzen/Politik/Unternehmen

FACC investiert 120 Millionen Euro in Oberösterreich

Luftfahrtzulieferer schafft bis zu 300 neue Jobs in St. Martin

17. März 2026 um 07:42
Teilen:

Der Luftfahrtzulieferer FACC errichtet ein neues Hightech-Werk in Oberösterreich und investiert 120 Millionen Euro in den Standort.

Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC setzt ein starkes Signal für den heimischen Industriestandort: In St. Martin im Innkreis wird ein neues Hightech-Werk entstehen, in das das Unternehmen rund 120 Millionen Euro investiert. Die neue Produktionsstätte wird der Fertigung großflächiger Strukturbauteile für Passagierflugzeuge dienen und bis zu 300 neue Arbeitsplätze schaffen.

Standortentscheidung gegen internationale Konkurrenz

Die Investitionsentscheidung von FACC reiht sich in eine Serie bedeutender Industrieansiedlungen in Oberösterreich ein. Nach dem Automobilkonzern BMW und dem Medizintechnikunternehmen GE HealthCare ist FACC bereits der dritte internationale Konzern innerhalb kurzer Zeit, der sich bewusst für eine Zukunftsinvestition in Oberösterreich und gegen andere internationale Standorte entschieden hat.

"Dass ein international führendes Unternehmen wie FACC seine Kapazitäten in Oberösterreich ausbaut und hier ein neues Hightech-Werk errichtet, unterstreicht die Stärke und Attraktivität unseres Standorts", betont Landeshauptmann Thomas Stelzer. Oberösterreich stehe für industrielle Kompetenz, Innovationskraft und hochqualifizierte Fachkräfte – eine Kombination, die das Bundesland für Zukunftsinvestitionen internationaler Leitbetriebe besonders interessant mache.

Politische Unterstützung auf Bundesebene

Auch auf Bundesebene wird die Investition als wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort Österreich gewertet. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer sieht darin ein klares Bekenntnis zum heimischen Industriestandort: "Mit 120 Millionen Euro Investitionsvolumen und bis zu 300 neuen Arbeitsplätzen stärkt FACC die industrielle Wertschöpfung im Land – gerade in Schlüsselbereichen wie Luftfahrttechnologie, automatisierter Fertigung und Hightech-Produktion."

Der Minister hebt hervor, dass dies zeige, wie attraktiv der Industriestandort Österreich sei. Die Industriestrategie der Bundesregierung schaffe Planungssicherheit und trage dazu bei, dass Investitionen in Zukunftstechnologien wieder verstärkt in Österreich getätigt würden.

Oberösterreich als Industrie-Nummer-eins

Wirtschafts- und Forschungslandesrat Markus Achleitner sieht in der FACC-Investition eine Bestätigung für den oberösterreichischen Weg und einen wichtigen Impuls für den Wirtschafts- und Technologiestandort. "Oberösterreich ist das Industrie- und Exportbundesland Nummer eins in Österreich", betont Achleitner.

Besonders wichtig sei dabei, dass in Oberösterreich nicht nur produziert, sondern auch geforscht und neue Technologien weiterentwickelt würden. Die Ansiedlung internationaler Leitbetriebe wie Google, BMW, GE HealthCare und nun FACC bestätige die hohe Attraktivität des Standorts.

Standortfaktoren im Detail

Die Attraktivität Oberösterreichs für internationale Konzerne basiert auf mehreren Säulen:

  • Hochqualifizierte Fachkräfte aus Technik und Forschung
  • Innovatives Forschungsumfeld mit starker Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft
  • Bewährte industrielle Infrastruktur
  • Zentrale Lage in Europa mit guter Verkehrsanbindung
  • Stabile politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Bedeutung für die Luftfahrtindustrie

Die FACC-Investition kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt für die Luftfahrtindustrie. Nach den schwierigen Corona-Jahren erholt sich die Branche wieder, und die Nachfrage nach modernen, effizienten Flugzeugen steigt. Das neue Werk in St. Martin im Innkreis wird sich auf die Produktion großflächiger Strukturbauteile für Passagierflugzeuge spezialisieren – ein Segment mit hohem technologischen Anspruch.

FACC ist bereits jetzt ein wichtiger Arbeitgeber in der Region und ein führender Zulieferer für die internationale Luftfahrtindustrie. Das Unternehmen beliefert große Flugzeughersteller wie Airbus und Boeing mit hochtechnologischen Komponenten aus Verbundwerkstoffen.

Arbeitsplätze in der Region

Mit der Schaffung von bis zu 300 neuen Arbeitsplätzen wird die Investition erhebliche Auswirkungen auf die Region St. Martin im Innkreis haben. Die neuen Jobs werden voraussichtlich in verschiedenen Bereichen entstehen – von der direkten Produktion über Qualitätskontrolle bis hin zu Engineering und Verwaltung.

Für die Beschäftigten bedeutet dies nicht nur neue Jobmöglichkeiten, sondern auch Arbeitsplätze in einem zukunftsträchtigen Hightech-Bereich. Die Luftfahrtindustrie gilt als eine der technologisch anspruchsvollsten Branchen mit entsprechend hohen Anforderungen an Qualifikation und Präzision.

Regionale Wertschöpfung

Über die direkten Arbeitsplätze hinaus wird die Investition auch indirekte Effekte auf die regionale Wirtschaft haben. Zulieferbetriebe, Dienstleister und die lokale Infrastruktur werden von der Ansiedlung profitieren.

Investition in unsicheren Zeiten

Die FACC-Entscheidung fällt in eine Zeit globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten. Geopolitische Spannungen, Lieferkettenprobleme und Inflationsdruck prägen derzeit das internationale Wirtschaftsgeschehen. Umso bedeutsamer ist es laut Landeshauptmann Stelzer, dass ein internationales Unternehmen wie FACC trotz dieser Herausforderungen eine Großinvestition in Österreich tätigt.

"Gerade in einer Phase globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten sind Investitionen in Industrie, Technologie und Arbeitsplätze ein starkes Signal", so Stelzer. Dies zeige das Vertrauen internationaler Konzerne in die Stabilität und Zukunftsfähigkeit des österreichischen Standorts.

Ausblick und Zeitplan

Das neue Hightech-Werk in St. Martin im Innkreis wird moderne Produktionstechnologien und automatisierte Fertigungsprozesse zum Einsatz bringen. Dies entspricht dem Trend zu "Industrie 4.0" und digitalisierter Produktion, der auch in anderen Bereichen der österreichischen Industrie vorangetrieben wird.

Konkrete Details zum Zeitplan der Umsetzung und zum Baubeginn wurden noch nicht bekannt gegeben. Klar ist jedoch, dass die Investition einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Oberösterreich leisten wird und die Position der Region als führender Industriestandort in Österreich weiter festigt.

Die erfolgreiche Ansiedlung von FACC, BMW, GE HealthCare und anderen internationalen Konzernen zeigt, dass Oberösterreich auch im internationalen Wettbewerb um Investitionen gut positioniert ist und seine Standortvorteile erfolgreich ausspielen kann.

Schlagworte

#FACC#Oberösterreich#Investition#Luftfahrt#Arbeitsplätze

Weitere Meldungen

OTS
Handel

Henkell Freixenet Austria dominiert Sektmarkt mit 33,6% Marktanteil

17. März 2026
Lesen
OTS
Handel

Henkell Freixenet Austria verteidigt Marktführerschaft

17. März 2026
Lesen
OTS
Energiewende

GLOBAL 2000 warnt vor Rückschritt bei Energiewende

17. März 2026
Lesen
Alle Meldungen anzeigen