15 Medaillen und historische 5.000-Punkte-Marke bei WM in Slowenien
Bei der 36. Forstweltmeisterschaft in Slowenien triumphiert Österreich mit 15 Medaillen und durchbricht erstmals die 5.000-Punkte-Marke.
Die österreichischen Forstprofis haben bei der 36. Forstweltmeisterschaft in Slowenien Geschichte geschrieben. Mit insgesamt 15 Medaillen – davon fünf goldene, vier silberne und sechs bronzene – und einem sensationellen Punkterekord von 5.002 Punkten krönte sich das Österreich-Team zum siebten Mal zum Mannschaftsweltmeister.
Als erste Mannschaft in der Geschichte der Forstweltmeisterschaften durchbrach das österreichische Team die magische 5.000-Punkte-Marke. Diese Rekordleistung unterstreicht die außergewöhnliche Qualität der österreichischen Forstwirtschaft und die hervorragende Ausbildung der heimischen Forstarbeiter.
Das siegreiche Team besteht aus den Profis Markus Buchebner aus der Steiermark sowie den beiden Kärntnern Jürgen Erlacher und Michael Ramsbacher. Ergänzt wurde das Team durch Johannes Ertl, der in der U24-Kategorie antrat, sowie das Frauenteam mit Carina Modl und Lisa Panzenböck.
Besonders herausragend war die Leistung von Jürgen Erlacher aus Kärnten, der sich mit 1.686 Punkten zum Einzelweltmeister über alle Disziplinen kürte. Damit setzte er sich knapp vor dem slowenischen Lokalmatador Robert Cuk (1.679 Punkte) durch und bestätigte seine Position als einer der weltbesten Forstarbeiter.
Ebenso beeindruckend präsentierte sich Johannes Ertl, ebenfalls aus Kärnten. Der junge Athlet sicherte sich sowohl den Einzelweltmeistertitel als auch den U24-Weltmeistertitel, wobei er im finalen Bewerb "Entasten" den deutschen Konkurrenten Luis Kobl knapp hinter sich ließ.
Auch die österreichischen Forstwettkämpferinnen setzten neue Maßstäbe. Lisa Panzenböck, Jahrgang 1999 und Försterin bei den Österreichischen Bundesforsten, verbesserte den Weltrekord in der Disziplin Kettenwechsel auf sensationelle 10,69 Sekunden. Damit unterbot sie den bisherigen Rekord der Steirerin Barbara Rinnhofer um über eine Sekunde (12,01 Sekunden).
In der Gesamtwertung der Frauen erzielte die Japanerin Yui Moto mit 1.549 Punkten den ersten Platz und wurde somit erste asiatische Gesamtweltmeisterin in der Geschichte der Forstweltmeisterschaften. Die österreichischen Vertreterinnen belegten die Plätze zwei und drei: Carina Modl aus Fels am See in Kärnten wurde mit 1.542 Punkten Vizeweltmeisterin, Lisa Panzenböck erreichte mit 1.538 Punkten den dritten Platz.
Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, zeigte sich begeistert von den Leistungen: "Was für Leistungen der Athletinnen und Athleten, was für eine sensationelle Stimmung! Die Leistungen unseres Teams bei der 36. 'world logging championship 2026' beweisen, wie groß die Bedeutung unseres multifunktional bewirtschafteten Waldes in Österreich und wie weltmeisterlich die Qualität unserer Forstarbeit sind."
Andreas Freistetter, Präsident der Landarbeiterkammer Österreich, betonte die harte Arbeit hinter den Erfolgen: "Es muss uns aber auch bewusst sein, wie viel Arbeit, Ausdauer und Fleiß hinter diesen sensationellen Erfolgen steht. Dieser außergewöhnliche Einsatz bringt unsere Forstwettkämpferinnen und Forstwettkämpfer seit vielen Jahren immer wieder an die Weltspitze."
Hubert Malin, Präsident des Forstwettkampfvereins Österreich (FWKVÖ), der das Team vor Ort begleitete, sieht das Erfolgsrezept in der hervorragenden Ausbildung: "Das Erfolgsrezept für unsere spektakulären Erfolge auf diesem Gebiet ist in der exzellenten Ausbildung an unseren forstfachlichen Bildungsstätten zu finden."
Der Erfolg des österreichischen Forst-Nationalteams wäre ohne die Unterstützung zahlreicher Partner nicht möglich. Zu den Hauptunterstützern gehören das Forst- und Landwirtschaftsministerium, die Landwirtschaftskammer Österreich, die Landarbeiterkammer Österreich und die Landjugend.
Als Hauptsponsoren fungieren Husqvarna, Stihl, Pfanner Schutzbekleidung, die Österreichischen Bundesforste, MM Forst und Holz sowie ServusTV. Großen Anteil am Erfolg haben auch die Nationaltrainer Armin Graf, unterstützt von Johannes Kröpfl und den Co-Trainern von der LFS Litzlhof.
Die Erfolge bei der Forstweltmeisterschaft sind mehr als nur sportliche Triumphe. Sie demonstrieren die hohe Qualität der österreichischen Forstwirtschaft und die Professionalität der heimischen Forstarbeiter auf internationaler Bühne. Die multifunktionale Bewirtschaftung der österreichischen Wälder, die sowohl ökonomische als auch ökologische Aspekte berücksichtigt, wird durch diese Weltmeistertitel eindrucksvoll bestätigt.
Die kontinuierlichen Erfolge österreichischer Teams bei internationalen Forstwettbewerben unterstreichen zudem die Bedeutung einer fundierten forstfachlichen Ausbildung. Die Bildungseinrichtungen des Landes, insbesondere die forstfachlichen Schulen, tragen maßgeblich dazu bei, dass österreichische Forstarbeiter regelmäßig zur Weltspitze gehören.
Besonders dankbar zeigten sich die österreichischen Teilnehmer für die hervorragende Organisation der Weltmeisterschaft durch das Gastgeberland Slowenien. Die herzliche Gastfreundschaft und die professionelle Durchführung der Veranstaltung trugen wesentlich zum Erfolg der Weltmeisterschaft bei.
Mit diesen außergewöhnlichen Leistungen hat das österreichische Forst-Nationalteam einmal mehr bewiesen, dass die heimische Forstwirtschaft international zur absoluten Spitzenklasse gehört. Die Kombination aus exzellenter Ausbildung, professioneller Betreuung und der Unterstützung durch starke Partner bildet die Basis für diese kontinuierlichen Erfolge auf höchstem Niveau.