Österreichische Unternehmen zwischen Bedrohung und Vorbereitung
Deloitte lädt zur Präsentation des aktuellen Cyber Security Reports ein. Experten diskutieren die wachsenden Cyber-Bedrohungen für die österreichische Wirtschaft.
Die Cyber-Bedrohungslage in Österreich spitzt sich zu. Aktuelle geopolitische Spannungen und rasante technologische Entwicklungen schaffen ein zunehmend komplexes Umfeld für Unternehmen aller Größenordnungen. Vor diesem Hintergrund lädt Deloitte Österreich am 18. März 2026 zur Präsentation des neuesten Cyber Security Reports ein.
Die österreichische Wirtschaft sieht sich derzeit mit einer Vielzahl neuer und komplexer Cyber-Risiken konfrontiert. Internationale Konflikte, die zunehmende Digitalisierung und neue Technologien wie Künstliche Intelligenz schaffen Angriffsflächen, die Cyberkriminelle gezielt ausnutzen. Gleichzeitig müssen Unternehmen strenge regulatorische Vorgaben erfüllen, was zusätzlichen Druck auf die IT-Sicherheitsabteilungen ausübt.
Der von Deloitte erstellte Cyber Security Report verspricht Antworten auf brennende Fragen der heimischen Wirtschaft: Wie gut sind österreichische Unternehmen auf Cyberangriffe vorbereitet? Welche Maßnahmen haben sich in der Praxis bewährt? Und wo stehen die Betriebe bei der Umsetzung neuer EU-Richtlinien zur Cybersicherheit?
Die Ergebnisse der umfassenden Studie werden von drei renommierten Experten präsentiert und analysiert. Karin Mair, Managing Partnerin für Technology & Transformation sowie Strategy, Risk & Transactions bei Deloitte Österreich, wird Einblicke in die strategischen Herausforderungen der digitalen Transformation geben.
Georg Schwondra, Partner und Cyber Leader bei Deloitte Österreich, bringt seine langjährige Erfahrung in der Cybersicherheitsberatung ein. Seine Expertise umfasst sowohl präventive Sicherheitsmaßnahmen als auch das Management von Cyber-Incidents. Schwondra gilt als einer der führenden Cybersicherheitsexperten in Österreich und berät regelmäßig Unternehmen bei der Entwicklung ihrer Sicherheitsstrategie.
Christoph Hofinger, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts FORESIGHT, wird die methodischen Aspekte der Studie erläutern und die Ergebnisse in den gesellschaftlichen Kontext einordnen. FORESIGHT ist bekannt für qualitativ hochwertige Studien im Bereich Wirtschaft und Technologie.
Der Deloitte Cyber Security Report verspricht konkrete Einblicke in den aktuellen Stand der Cybersicherheit in österreichischen Unternehmen. Erwartet werden Daten zur Häufigkeit von Cyberangriffen, zu den bevorzugten Angriffsmethoden und zu den finanziellen Auswirkungen erfolgreicher Attacken.
Besonders relevant dürfte die Analyse zur Umsetzung regulatorischer Vorgaben sein. Die EU hat in den vergangenen Jahren mehrere Richtlinien zur Cybersicherheit verabschiedet, die Unternehmen zu erhöhten Sicherheitsstandards verpflichten. Die NIS2-Richtlinie beispielsweise erweitert den Kreis der betroffenen Unternehmen erheblich und verschärft die Meldepflichten bei Sicherheitsvorfällen.
Die COVID-19-Pandemie hat die Digitalisierung in vielen Unternehmen beschleunigt. Remote Work, Cloud-Computing und digitale Geschäftsprozesse sind zur Normalität geworden. Diese Entwicklung bringt jedoch auch neue Sicherheitsrisiken mit sich. Viele Unternehmen mussten ihre IT-Infrastruktur schnell anpassen, ohne dabei immer ausreichend auf Sicherheitsaspekte zu achten.
Hinzu kommen neue Bedrohungen durch Künstliche Intelligenz. Cyberkriminelle nutzen KI-Tools, um sophistizierte Angriffe zu entwickeln, die schwerer zu erkennen sind. Deepfakes und KI-generierte Phishing-Mails erreichen eine Qualität, die selbst geschulte Mitarbeiter täuschen kann.
Neben den technischen Herausforderungen müssen sich österreichische Unternehmen auf verschärfte regulatorische Anforderungen einstellen. Die bereits erwähnte NIS2-Richtlinie muss bis Oktober 2024 in nationales Recht umgesetzt werden und betrifft deutlich mehr Unternehmen als ihr Vorgänger.
Auch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bleibt ein wichtiges Thema. Datenschutzbehörden verhängen zunehmend hohe Strafen bei Verstößen, was die Bedeutung einer robusten Cybersicherheitsstrategie unterstreicht.
Die finanziellen Folgen von Cyberangriffen können für Unternehmen existenzbedrohend sein. Neben den direkten Kosten für die Wiederherstellung von Systemen und Daten entstehen oft langfristige Schäden durch Vertrauensverlust bei Kunden und Partnern. Studien zeigen, dass kleinere Unternehmen besonders gefährdet sind, da sie oft nicht über die Ressourcen für umfassende Sicherheitsmaßnahmen verfügen.
Der Deloitte-Report wird voraussichtlich auch Empfehlungen für eine kosteneffiziente Cybersicherheitsstrategie enthalten. Dabei geht es nicht nur um technische Lösungen, sondern auch um organisatorische Maßnahmen und die Schulung von Mitarbeitern.
Das Pressegespräch findet am Mittwoch, 18. März 2026, um 10:00 Uhr statt. Interessierte können entweder persönlich im Deloitte Office in der Renngasse 1/Freyung, 1010 Wien, teilnehmen oder sich über Zoom zuschalten. Die hybride Veranstaltungsform ermöglicht es auch Journalisten aus den Bundesländern, an der Präsentation teilzunehmen.
Eine Anmeldung ist erforderlich und kann über Mag. Armin Nowshad unter der E-Mail-Adresse [email protected] oder telefonisch unter +43 1 537 00 8556 erfolgen. Die Veranstalter bitten um rechtzeitige Anmeldung, um die technischen Voraussetzungen entsprechend planen zu können.
Der Cyber Security Report von Deloitte kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Die geopolitischen Spannungen in Europa haben das Bewusstsein für Cybersicherheit geschärft, gleichzeitig stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Sicherheitsmaßnahmen bei begrenzten Budgets zu verbessern.
Die Ergebnisse der Studie dürften nicht nur für Unternehmen, sondern auch für politische Entscheidungsträger von Interesse sein. Sie können wichtige Hinweise für die Weiterentwicklung der österreichischen Cybersicherheitsstrategie liefern und dabei helfen, gezielte Unterstützungsmaßnahmen für besonders gefährdete Branchen zu entwickeln.
Mit der Präsentation des Cyber Security Reports setzt Deloitte Österreich seine Tradition fort, der heimischen Wirtschaft fundierte Analysen zu aktuellen Herausforderungen zu liefern. Die Studie verspricht praktische Einblicke und konkrete Handlungsempfehlungen für eine der drängendsten Herausforderungen der digitalen Wirtschaft.