Wie Österreichs Unternehmen den demografischen Wandel meistern können
Am 17. März 2026 diskutieren Experten in Wien über Fachkräftemangel, alternde Belegschaften und neue Arbeitsmodelle für die Zukunft.
Der demografische Wandel stellt Österreichs Wirtschaft vor beispiellose Herausforderungen. Fachkräftemangel, eine alternde Belegschaft und die fortschreitende Digitalisierung treffen Unternehmen mit voller Wucht. Um Lösungsansätze für diese komplexen Herausforderungen zu diskutieren, findet am 17. März 2026 die Demografietagung "Arbeit, Alter, Zukunft" im Twelve Conference Center in Wien statt.
Sozialministerin Korinna Schumann wird die Veranstaltung um 10:30 Uhr gemeinsam mit hochrangigen europäischen Experten eröffnen. Neben der Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz werden auch Michael Morass, stellvertretender Referatsleiter der Generaldirektion Beschäftigung der Europäischen Kommission, und Alexandra Weilhartner, Projektleiterin der Demografieberatung Digi+, die Tagung einleiten.
Die Veranstaltung im ersten Obergeschoss des Twelve Conference Centers in der Hertha-Firnberg-Straße 8 im 10. Wiener Gemeindebezirk verspricht wichtige Impulse für die österreichische Arbeitswelt der Zukunft zu liefern.
Das Motto "Arbeit, Alter, Zukunft" bringt die zentralen Herausforderungen unserer Zeit auf den Punkt. Die österreichische Gesellschaft wird älter, gleichzeitig fehlen in vielen Branchen qualifizierte Arbeitskräfte. Doch anstatt diese Entwicklung nur als Problem zu betrachten, soll die Demografietagung 2026 aufzeigen, wie Unternehmen diese Veränderungen aktiv für sich nutzen können.
Im Fokus stehen dabei innovative Ansätze zur Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die strategische Gestaltung von Late-Career-Phasen und neue Modelle des Arbeitens über das reguläre Pensionsalter hinaus. Diese Themen sind für österreichische Betriebe von existenzieller Bedeutung, da sie den Grundstein für eine zukunftsfähige Personalstrategie legen.
Die Demografietagung 2026 widmet sich der Frage, wie Unternehmen ihre Personalstrategien an die sich verändernden demografischen Gegebenheiten anpassen können. Dabei geht es nicht nur um die Integration älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sondern auch um die Entwicklung neuer Karrieremodelle, die den gesamten Lebenszyklus berücksichtigen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der sogenannten Late-Career-Phase – jener Lebensphase, in der erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre langjährige Expertise optimal einsetzen können. Viele Unternehmen erkennen bereits heute, dass sie auf das Wissen und die Erfahrung ihrer älteren Belegschaft nicht verzichten können.
Besonders innovativ sind die Modelle des Arbeitens über das Regelpensionsalter hinaus. Diese Ansätze berücksichtigen, dass viele Menschen auch nach dem offiziellen Renteneintritt noch aktiv bleiben möchten und können. Gleichzeitig profitieren Unternehmen von der Erfahrung und dem Fachwissen dieser Arbeitskräfte.
Flexible Arbeitszeiten, Teilzeitmodelle und Beratungstätigkeiten sind nur einige der Möglichkeiten, wie sich die Arbeitswelt an die Bedürfnisse einer alternden Gesellschaft anpassen kann. Die Demografietagung wird konkrete Beispiele und Best-Practice-Modelle aus der Praxis präsentieren.
Die Demografieberatung Digi+ spielt eine zentrale Rolle bei der Unterstützung österreichischer Unternehmen im demografischen Wandel. Das Programm kombiniert klassische Demografieberatung mit digitalen Lösungsansätzen und hilft Betrieben dabei, ihre Personalstrategien zukunftsfit zu gestalten.
Projektleiterin Alexandra Weilhartner wird bei der Eröffnung der Tagung Einblicke in die Arbeit des Programms geben und aufzeigen, wie Digitalisierung und demografischer Wandel erfolgreich miteinander verknüpft werden können. Die Integration digitaler Tools in die Personalentwicklung und -planung wird dabei eine wichtige Rolle spielen.
Mit Michael Morass von der Generaldirektion Beschäftigung der Europäischen Kommission bringt die Veranstaltung auch eine wichtige europäische Perspektive ein. Der demografische Wandel ist kein rein österreichisches Phänomen, sondern betrifft alle EU-Mitgliedsstaaten in unterschiedlichem Ausmaß.
Die Erfahrungen und Lösungsansätze anderer europäischer Länder können wertvolle Impulse für die österreichische Praxis liefern. Gleichzeitig zeigt die internationale Ausrichtung der Tagung, dass Österreich beim Thema demografischer Wandel eine Vorreiterrolle in Europa einnehmen möchte.
Der Fachkräftemangel beschäftigt nicht nur österreichische Unternehmen, sondern ist ein europaweites Phänomen. Die Demografietagung 2026 wird daher auch grenzüberschreitende Lösungsansätze diskutieren und aufzeigen, wie sich Länder gegenseitig bei der Bewältigung dieser Herausforderung unterstützen können.
Dabei geht es nicht nur um die Anwerbung von Fachkräften aus anderen EU-Ländern, sondern auch um den Austausch von Best Practices und die gemeinsame Entwicklung innovativer Lösungsstrategien.
Die Demografietagung 2026 versteht sich als praxisorientierte Plattform für den Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Unternehmen aller Größenordnungen sollen konkrete Handlungsempfehlungen und Unterstützungsangebote erhalten, um ihre Personalstrategien zukunftsfit zu gestalten.
Neben theoretischen Inputs werden auch konkrete Fallbeispiele aus der Praxis präsentiert. Unternehmen, die bereits erfolgreich demografiesensible Personalstrategien implementiert haben, werden ihre Erfahrungen teilen und anderen Betrieben als Vorbild dienen.
Ein zentraler Baustein einer demografiesensiblen Personalstrategie ist die kontinuierliche Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Lebenslanges Lernen wird dabei nicht nur zu einem Schlagwort, sondern zu einer praktischen Notwendigkeit für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen.
Die Demografietagung wird innovative Ansätze zur Weiterbildung und Kompetenzentwicklung vorstellen, die speziell auf die Bedürfnisse einer alternden Belegschaft zugeschnitten sind. Dabei geht es sowohl um die Vermittlung digitaler Kompetenzen als auch um die Weitergabe von Erfahrungswissen zwischen den Generationen.
Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz lädt Medienvertreterinnen und -vertreter ausdrücklich zur Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung ein. Die hohe politische Priorität des Themas zeigt sich in der persönlichen Teilnahme von Sozialministerin Korinna Schumann.
Interessierte Journalistinnen und Journalisten können sich unter der E-Mail-Adresse [email protected] für die Veranstaltung anmelden. Die Kommunikationsabteilung des Ministeriums steht für weitere Informationen unter der Telefonnummer +43-71100-862199 zur Verfügung.
Die Demografietagung 2026 "Arbeit, Alter, Zukunft" markiert einen wichtigen Meilenstein in der österreichischen Debatte über die Zukunft der Arbeitswelt. Sie bringt alle relevanten Akteure zusammen und schafft eine Plattform für den konstruktiven Austausch über Lösungsstrategien.
Die Erkenntnisse und Empfehlungen der Tagung werden wichtige Impulse für die weitere Entwicklung der österreichischen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik liefern. Gleichzeitig erhalten Unternehmen konkrete Handlungsanleitungen für die Gestaltung ihrer Personalstrategien in einer sich wandelnden demografischen Landschaft.
Mit ihrer Fokussierung auf praktische Lösungsansätze und der Vernetzung aller relevanten Stakeholder leistet die Demografietagung 2026 einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung einer der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Sie zeigt auf, dass der demografische Wandel nicht nur als Bedrohung, sondern auch als Chance verstanden werden kann – vorausgesetzt, alle Beteiligten arbeiten gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungen.