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Schülerin kehrt nach Suspendierung ins Lehrlingsheim zurück

FPÖ sieht Erfolg nach Intervention in St. Pölten

9. März 2026 um 17:31
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17-jährige Berufsschülerin darf nach einwöchiger Suspendierung wegen Beschwerden über Ramadan-Aktivitäten zurück ins Lehrlingsheim.

Eine 17-jährige österreichische Berufsschülerin aus St. Valentin darf nach ihrer einwöchigen Suspendierung wieder ins Lehrlingsheim in St. Pölten zurückkehren. Die Jugendliche war zuvor suspendiert worden, nachdem sie sich über nächtliche Störungen während des Ramadan beschwert hatte.

Zimmerwechsel als Lösung

Laut FPÖ-Bildungssprecher Helmut Fiedler wurde der Schülerin nun ein ruhigeres Zimmer mit einer nicht-muslimischen Mitschülerin zugeteilt. Gleichzeitig seien die muslimischen Jugendlichen in ein gemeinsames Zimmer verlegt worden. Diese Maßnahme soll künftige Konflikte vermeiden.

"Die in der letzten Woche geschasste Schülerin aus St. Valentin durfte nun ins Lehrlingsheim in St. Pölten zurück und ein ruhigeres Zimmer mit einer nicht muslimischen Schülerin beziehen", erklärte Fiedler in einer Stellungnahme.

Kritik an einseitiger Suspendierung

Der FPÖ-Politiker kritisierte weiterhin die ursprüngliche Entscheidung der Schulleitung. "Dass nur die österreichische Schülerin, die sich zu Recht über das nächtliche Fastenbrechen beschwert hatte, eine Woche suspendiert wurde, ist dennoch absolut nicht gerecht", betonte Fiedler.

Die Suspendierung hatte in der vergangenen Woche für Diskussionen gesorgt. Die 17-Jährige hatte sich über nächtliche Aktivitäten ihrer muslimischen Zimmerkolleginnen während des Ramadan beschwert, was zu ihrem vorübergehenden Ausschluss aus dem Lehrlingsheim führte.

Schulleitung zieht Konsequenzen

Fiedler sieht in der neuen Zimmereinteilung einen verspäteten, aber richtigen Schritt der Schulleitung. "Wichtig ist nun, dass die Schulleitung offenbar, spät, aber doch, die richtigen Lehren daraus gezogen hat", kommentierte er die Entwicklung.

Die Neuregelung soll eine ruhigere Atmosphäre im Lehrlingsheim schaffen und ähnliche Konflikte in Zukunft vermeiden. Durch die Zusammenlegung muslimischer Schülerinnen in gemeinsame Zimmer können diese ihre religiösen Praktiken während des Ramadan ausüben, ohne andere zu stören.

Politische Reaktionen

Die FPÖ sieht in der Lösung einen Erfolg ihrer Intervention. "FPÖ wirkt! Wir stehen an der Seite unserer tüchtigen österreichischen Lehrlinge", erklärte Fiedler abschließend.

Der Fall zeigt die Herausforderungen beim Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen in Bildungseinrichtungen auf. Lehrlingsheime müssen oft kreative Lösungen finden, um den Bedürfnissen aller Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden.

Hintergrund zum Ramadan

Während des islamischen Fastenmonats Ramadan fasten gläubige Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Das Fastenbrechen am Abend wird oft gemeinsam begangen und kann bis spät in die Nacht dauern. In Gemeinschaftsunterkünften wie Lehrlingsheimen kann dies zu Konflikten mit Mitbewohnern führen, die früh schlafen müssen.

Die neue Zimmereinteilung in St. Pölten berücksichtigt diese religiösen Praktiken und soll gleichzeitig allen Schülerinnen eine angemessene Lernumgebung bieten. Ob sich diese Lösung langfristig bewährt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Ausblick

Die Rückkehr der Schülerin ins Lehrlingsheim markiert vorerst das Ende des Konflikts. Die gefundene Lösung könnte als Modell für ähnliche Situationen in anderen Bildungseinrichtungen dienen, wo religiöse und kulturelle Unterschiede zu Spannungen führen.

Für die betroffene 17-Jährige bedeutet die Rückkehr, dass sie ihre Berufsausbildung ohne weitere Unterbrechungen fortsetzen kann. Die verlorene Woche soll nach Möglichkeit nachgeholt werden, um keine Nachteile in der Ausbildung zu haben.

Schlagworte

#FPÖ#Bildung#St. Pölten#Ramadan#Lehrlingsheim#Schule

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