Branchenübergreifender Zusammenschluss setzt starkes Zeichen für Nachhaltigkeit
Die Tafel Österreich gründet Allianz mit Wirtschaftspartnern gegen Lebensmittelverschwendung und Armut. Präsentation am 19. März in Wien.
Die Tafel Österreich macht einen bedeutenden Schritt im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung und Armut: Der Verein für sozialen Transfer hat eine branchenübergreifende Allianz ins Leben gerufen, die Akteure aus Handel, Gastronomie, Industrie, Landwirtschaft, Logistik und Sozialbereich vereint. Am 19. März 2026 wird diese neue Initiative im Presseclub Concordia in Wien der Öffentlichkeit vorgestellt.
Wenn große Player aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen ihre Kräfte bündeln, entsteht mehr als nur ein Netzwerk – es entsteht ein Schulterschluss mit echter gesellschaftlicher Wirkung. Genau das ist das Ziel der neu gegründeten Allianz gegen Lebensmittelverschwendung und Armut, die von der Tafel Österreich initiiert wurde.
Erstmals schließen sich Akteure aus unterschiedlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsbereichen strukturiert zusammen, um gemeinsam ein starkes Zeichen für mehr soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit zu setzen. Dabei sollen konkrete Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickelt werden – von der Produktion über den Handel bis hin zur Verteilung an bedürftige Menschen.
Die Pressekonferenz am 19. März um 10.00 Uhr im Presseclub Concordia (Bankgasse 8, 1010 Wien) verspricht hochkarätigen Input von führenden Experten verschiedener Bereiche. Als Gesprächspartner stehen am Podium:
Lebensmittelverschwendung ist ein massives Problem, das sowohl ökologische als auch soziale Herausforderungen mit sich bringt. Während in Österreich jährlich Millionen Tonnen genießbarer Lebensmittel weggeworfen werden, sind gleichzeitig viele Menschen von Armut und Hunger betroffen. Diese Diskrepanz macht deutlich, wie wichtig koordinierte Maßnahmen sind.
Die neue Allianz setzt genau hier an: Durch die Vernetzung verschiedener Akteure entlang der gesamten Lebensmittelkette sollen Synergien geschaffen und Ressourcen optimal genutzt werden. Dabei geht es nicht nur um die Umverteilung von Lebensmitteln, sondern auch um präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Verschwendung.
Die Tafel Österreich hat sich als führende Organisation im Bereich der Lebensmittelrettung und sozialen Unterstützung etabliert. Als Initiatorin der neuen Allianz bringt sie ihre langjährige Expertise und ihre etablierten Netzwerke ein. Die Organisation versteht sich als Bindeglied zwischen Wirtschaft und Sozialbereich und kann dadurch eine wichtige Koordinationsrolle übernehmen.
Geschäftsführerin Alexandra Gruber wird bei der Pressekonferenz erläutern, warum die Tafel Österreich diese Allianz ins Leben gerufen hat, wer bereits als Partner gewonnen werden konnte und welche konkreten Ziele und Maßnahmen verfolgt werden.
Besonders bemerkenswert ist die Beteiligung des World Food Programme, vertreten durch Martin Frick, Direktor des Global Office. Dies unterstreicht die internationale Relevanz der Initiative und bringt globale Erfahrungen im Kampf gegen Hunger und Lebensmittelverschwendung mit ein.
Das World Food Programme der Vereinten Nationen ist die größte humanitäre Organisation der Welt, die sich dem Kampf gegen den Hunger widmet. Die Einbindung dieser Organisation zeigt, dass die österreichische Initiative auch international Beachtung findet und als Modell für andere Länder dienen könnte.
Mit Irene Neumann-Hartberger, Bundesbäuerin und Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Österreich, ist auch die Landwirtschaft prominent in der Allianz vertreten. Dies ist von besonderer Bedeutung, da bereits in der Produktion wichtige Weichen gegen Lebensmittelverschwendung gestellt werden können.
Die Landwirtschaft steht oft vor der Herausforderung, dass Produkte aufgrund von Marktstandards oder kurzfristigen Nachfrageschwankungen nicht vermarktet werden können, obwohl sie qualitativ einwandfrei sind. Durch die Allianz können hier neue Verwertungswege erschlossen werden.
Rainer Will vom Handelsverband Österreich repräsentiert einen der wichtigsten Bereiche im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. Der Handel ist sowohl ein zentraler Akteur bei der Entstehung von Lebensmittelabfällen als auch ein wichtiger Partner bei deren Vermeidung.
Moderne Handelsketten haben bereits verschiedene Strategien entwickelt, um Verschwendung zu reduzieren – von dynamischen Preismodellen kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums bis hin zu Kooperationen mit sozialen Organisationen. Die Allianz kann diese Bemühungen koordinieren und verstärken.
Franz Tragner von United Against Waste bringt spezielle Expertise im Bereich der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung mit. Die Organisation hat sich auf die Entwicklung von Lösungen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen spezialisiert und arbeitet bereits seit Jahren mit verschiedenen Branchen zusammen.
United Against Waste hat umfangreiches Know-how in der Datenerhebung und -analyse von Lebensmittelverlusten entwickelt. Diese Expertise ist für die neue Allianz von großem Wert, um evidenzbasierte Maßnahmen entwickeln zu können.
Bei der Pressekonferenz sollen nicht nur die Hintergründe der Allianz-Gründung erläutert, sondern auch konkrete Ziele und Maßnahmen vorgestellt werden. Dabei dürfte es um messbare Reduktionsziele für Lebensmittelverschwendung gehen sowie um spezifische Projekte zur besseren Verteilung von Lebensmitteln an bedürftige Menschen.
Die Allianz verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Neben der direkten Umverteilung von Lebensmitteln sollen auch präventive Maßnahmen entwickelt werden. Dazu gehören etwa verbesserte Lagerhaltung, optimierte Bestellsysteme oder innovative Verpackungslösungen.
Die neue Allianz kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt: Sowohl die Sensibilität für Nachhaltigkeitsthemen als auch die Betroffenheit von Armut haben in den letzten Jahren zugenommen. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein dafür, dass koordinierte Anstrengungen verschiedener Akteure notwendig sind, um gesellschaftliche Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.
Die Initiative zeigt beispielhaft, wie Public-Private-Partnerships im sozialen Bereich funktionieren können. Durch die Verbindung von wirtschaftlichen Interessen mit sozialen Zielen entstehen Win-Win-Situationen, die nachhaltigen Erfolg versprechen.
Nach der Präsentation der Allianz wird sich zeigen, welche weiteren Partner sich der Initiative anschließen und wie sich die Zusammenarbeit konkret entwickelt. Die Pressekonferenz markiert erst den Beginn einer längerfristigen Kooperation, die schrittweise ausgebaut werden soll.
Im Anschluss an die Präsentation stehen die Podiumsteilnehmer für Interviews zur Verfügung. Zusätzlich können Medienvertreter mit weiteren Mitgliedern der neuen Allianz sprechen und sich über deren spezifische Beiträge informieren.
Interessierte Medienvertreter können sich bis zum 16. März 2026 unter [email protected] für die Pressekonferenz anmelden. Die Veranstaltung verspricht wichtige Einblicke in eine innovative Herangehensweise an eines der drängendsten gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit.