Außenministerium organisiert weitere Rückholflüge trotz gefährlicher Sicherheitslage
Das BMEIA hat bisher über 1.300 Österreicher aus dem Krisengebiet Naher Osten ausgeflogen. Die Lage bleibt weiterhin gefährlich.
Die Sicherheitslage im Nahen Osten bleibt auch Anfang März 2026 kritisch. Das österreichische Außenministerium (BMEIA) hat am Sonntag erneut den Krisenstab einberufen, um die aktuelle Lage zu bewerten und weitere Evakuierungsmaßnahmen zu koordinieren. Seit Beginn der Krise konnte das #TeamBMEIA bereits rund 1.300 österreichische Staatsbürger mit Bussen und gecharterten Flugzeugen aus der Region ausreisen lassen.
In der gesamten Region des Nahen Ostens kommt es weiterhin zu militärischen Auseinandersetzungen und Raketenangriffen. Die österreichischen Behörden empfehlen dringend, den Anweisungen der lokalen Behörden strikt zu folgen. Die oberste Priorität des BMEIA ist dabei die Sicherheit der österreichischen Staatsbürger in der Krisenregion.
Für mehrere Länder der Region bestehen nach wie vor offizielle Reisewarnungen. Betroffen sind Bahrain, Irak, Iran, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Für Oman und Saudi-Arabien gilt die Sicherheitsstufe 3, was ein hohes Sicherheitsrisiko bedeutet.
Eine positive Entwicklung zeigt sich bei den verfügbaren Ausreisemöglichkeiten. Mittlerweile gibt es vermehrt Linienflüge nach Österreich und andere europäische Länder, die unbedingt genutzt werden sollten. So sind beispielsweise täglich Flüge von Dubai nach Wien vorgesehen. Auch Qatar Airways hat den Flugverkehr in einige europäische Hauptstädte wieder aufgenommen.
Betroffene Personen werden aufgerufen, ihre Reiseveranstalter oder Fluglinien zu kontaktieren, um verfügbare Flugverbindungen zu nutzen. Diese kommerziellen Optionen stellen derzeit die schnellste und sicherste Möglichkeit zur Ausreise dar.
Besonders bemerkenswert ist die internationale Zusammenarbeit bei den Evakuierungsmaßnahmen. Über 100 Österreicher konnten bereits mit Unterstützung von EU-Ländern und weiteren Partnern ausreisen. Diese Kooperation zeigt sich in verschiedenen konkreten Aktionen:
Das Außenministerium dankt ausdrücklich den internationalen Partnern für ihre Unterstützung bei diesen lebensrettenden Aktionen.
Das österreichische Außenministerium hat bisher vier spezielle Rückholflüge organisiert, um insbesondere Menschen mit besonderen Bedürfnissen eine rasche Ausreise zu ermöglichen. Dazu gehören Schwangere, Familien mit kleinen Kindern und kranke Personen. Insgesamt konnten über 800 Personen mit gecharterten Flugzeugen aus dem Oman, aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückgeholt werden.
Diese umfangreichen Rettungsoperationen sind nur dank des großen Einsatzes der österreichischen Botschaften vor Ort möglich. Unterstützung erhalten sie dabei vom Jagdkommando des Bundesministeriums für Landesverteidigung (BMLV), dem Bundesministerium für Inneres (BMI) sowie von europäischen Partnern.
Die organisierten Ausreisen und Rückholflüge zeigen deutliche Wirkung. Die Zahl der tatsächlich erfolgten Ausreisen, einschließlich individueller Ausreisen, ist seit dem Vortag weiter gestiegen. Diese Entwicklung wird allerdings erst nach der Deregistrierung in den Systemen vollständig sichtbar. Das Außenministerium appelliert daher an alle Personen, die das Krisengebiet bereits verlassen haben, sich ehestmöglich aus der Reiseregistrierung auszutragen.
Das #TeamBMEIA steht mit den registrierten österreichischen Staatsbürgern in der Region in kontinuierlichem Kontakt. Rund um die Uhr sind Personen im Außenministerium und an den Botschaften dazu im Einsatz. An den Botschaften werden sie zusätzlich von Teams des BMLV unterstützt.
Alle österreichischen Staatsbürger in der Region werden dringend aufgerufen, sich auf reiseregistrierung.at zu registrieren, regelmäßig die Medien zu verfolgen und sich auf www.bmeia.gv.at zu informieren. Das Außenministerium steht rund um die Uhr über die Notfallnummer +43 1 90115 4411 zur Verfügung.
Vereinzelt melden sich noch österreichische Staatsbürger bei den Behörden, bei denen es offenbar Schwierigkeiten in der direkten Kontaktaufnahme gibt. Das Außenministerium geht allen diesen Hinweisen umgehend nach und kümmert sich selbstverständlich um diese Einzelfälle. Es ist den Behörden ein besonderes Anliegen, alle österreichischen Bürger zu erreichen und ihre rasche Ausreise zu ermöglichen.
Die österreichischen Botschaften in der Region fungieren als zentrale Anlaufstellen für Hilfesuchende. Folgende Notfallnummern stehen zur Verfügung:
Das österreichische Außenministerium koordiniert sich eng mit europäischen Partnern zur bestmöglichen Unterstützung der eigenen Bürger. Diese internationale Zusammenarbeit hat sich als entscheidend für den Erfolg der Evakuierungsmaßnahmen erwiesen. Die Kooperation zeigt, wie wichtig gemeinsame europäische Ansätze in Krisenzeiten sind.
Die Situation im Nahen Osten bleibt weiterhin unvorhersehbar und gefährlich. Das österreichische Außenministerium wird die Lage weiterhin genau beobachten und bei Bedarf weitere Maßnahmen zum Schutz der österreichischen Staatsbürger einleiten. Die bereits durchgeführten Rettungsaktionen zeigen jedoch, dass Österreich auch in schwierigsten Situationen für seine Bürger da ist und alle verfügbaren Mittel für deren Sicherheit einsetzt.